Huml: Früherkennungsuntersuchung auf Mukoviszidose hat sich bewährt5. September 2018 Foto: © sushytska – Fotolia.com Die vor zwei Jahren bundesweit eingeführte Untersuchung von Neugeborenen auf die Krankheit Mukoviszidose hat sich in Bayern bewährt. Seit 2016 wurde in Bayern bei 45 Kindern Mukoviszidose diagnostiziert. “Insgesamt wurden im Zeitraum vom 1. September 2016 bis zum 31. August 2018 rund 250.000 Kinder in Bayern im Neugeborenen-Screening untersucht. Die Teilnahme an dieser Untersuchung ist freiwillig und setzt die Einwilligung der Eltern voraus”, erklärte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml. Der Test werde von Eltern jedoch sehr gut angenommen. “Die Früherkennungsuntersuchung auf Mukoviszidose ergänzt seit zwei Jahren das bisherige Screening-Angebot auf angeborene Stoffwechsel- und Hormonstörungen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung der Krankheit kann die Lebensqualität der betroffenen Kinder wesentlich verbessern. Deshalb ist es wichtig, dass möglichst viele Neugeborene getestet werden”, ergänzte Huml. Dem Kind werden für den Test zwischen 36 und 72 Stunden nach der Geburt an der Ferse einige Tropfen Blut entnommen. Das Blut wird dann im Labor auf angeborene Stoffwechselerkrankungen sowie schwerwiegende hormonelle Störungen untersucht. Dieses Neugeborenen-Screening ist seit 2005 Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung. In Bayern werden pro Jahr rund 120 Kinder mit einer angeborenen Stoffwechsel- oder Hormonstörung durch das Screening entdeckt. Darunter sind nach Angaben Humls circa 25 Neugeborene mit Mukoviszidose. In Bayern bietet der Öffentliche Gesundheitsdienst ein Erinnerungssystem (Tracking) an. Es gewährleistet, dass die Früherkennungsuntersuchungen allen Neugeborenen angeboten und notwendige Kontrolluntersuchungen zeitnah durchgeführt werden. Koordiniert wird das Erinnerungssystem durch das Screeningzentrum im Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL).
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