„Ich sehe was, das Du nicht siehst …“ – Ulrich Schiefer mit Aulhorn-Lecture geehrt28. September 2025 Ulrich Schiefer. Foto: DOG/Christian Augustin Prof. Ulrich Schiefer (Aalen/Tübingen) ist während der DOG 2025 mit der Elfriede-Aulhorn-Lecture ausgezeichnet worden. Diese Vorlesung im Rahmen des Symposiums der DOG-Sektion Neuroophthalmologie ehrt im zweijährigen Turnus herausragende Neuroophthalmologen für ihr Lebenswerk. „Ich sehe was, das Du nicht siehst …“ – unter diesen Titel stellte Schiefer seine Lecture zur Funktionsdiagnostik in der (Neuro-)Ophthalmologie. Er verdeutlichte, dass gerade die Kombination aus klinischen Untersuchungsbefunden – etwa Visus, Gesichtsfeld, Kontrast oder Pupillomotorik – und moderner Bildgebung die Augenheilkunde fortlaufend weiterentwickelt. Erinnerung an Elfriede Aulhorn In seiner Lecture erinnerte er auch an die Namensgeberin Prof. Elfriede Aulhorn (1923-1991) – die erste ophthalmologische Ordinaria in Westdeutschland. Sie bekleidete an der Universitäts-Augenklinik Tübingen den Lehrstuhl für Pathophysiologie des Sehens und Neuroophthalmologie. Gemeinsam mit ihrem Mentor Prof. Heinrich Harms gehörte sie unter anderem auf den Gebieten der sinnesphysiologischen ophthalmologischen Funktionsdiagnostik, der klinischen Neuroophthalmologie und der Verkehrsophthalmologie zu den maßgeblichen Protagonisten.* Schiefer, der in der Eröffnungsveranstaltung der DOG 2025 bereits zum Ehrenmitglied ernannt worden war (wir berichteten), hat bedeutende Beiträge zur visuellen Funktionsdiagnostik und Neuroophthalmologie geleistet. Von 2006 bis 2017 war er Vorsitzender der DOG-Kommission für Qualitätssicherung und engagierte sich für die Optimierung diagnostischer Verfahren. Er setzte Akzente in der praxisnahen Ausbildung junger Mediziner, unter anderem durch das von ihm initiierte Skill-Building-Programm. Seine Forschung konzentrierte sich auf innovative perimetrische Verfahren – mehrfach wurde er ausgezeichnet. Bis zu seinem Ruhestand 2023 leitete er das AMPEL-Labor an der Hochschule Aalen (AMPEL = Aalen Mobility Perception and Exploration Lab). Parallel dazu war Schiefer an der Universitäts-Augenklinik Tübingen tätig. (dk/BIERMANN) * Lesen Sie hierzu auch den Fachbeitrag von Prof. Ulrich Schiefer in unserer DOG-Kongress-Ausgabe 1.
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