Infektionskrankheiten und Pandemien international besser beherrschen20. November 2024 Global Pathogen Data Network. Abbildung: Global Pathogen Data Network SIB Swiss Institute of Bioinformatics Das Leibniz-Institut DSMZ/Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen ist jetzt Partner im globalen Konsortium zur Entwicklung des „Pathogen Data Network“, das unter anderem einen fairen Austausch über Infektionskrankheiten ermöglichen soll. Die US-amerikanischen National Institutes of Health (NIH) stellen finanzielle Mittel für den Aufbau eines globalen „Pathogen Data Network“ zur Verfügung. Das Netzwerk koordiniert das Swiss Institute of Bioinformatics (SIB) und das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH gehört zusammen mit elf international renommierten Instituten und Universitäten zum „Pathogen Data Network“ . Unter der Leitung des SIB, in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Institut für Bioinformatik und anderen globalen Partnern soll das Netzwerk eine Infrastruktur aufbauen und Tools, Schulungen, Öffentlichkeitsarbeit sowie Support für den fairen Austausch und die Nutzung von Daten über Infektionskrankheiten ermöglichen. Das Kick-Off Meeting der drei Bioinformatics Resource Centers fand vor wenigen Tagen auf dem NIH Campus in Bethesda, Maryland, statt. Bessere Bekämpfung von Pandemien als Ziel Aufbauend auf der erfolgreichen COVID-19-Datenplattform und in Erweiterung dieser wird das „Pathogen Data Network“ unter anderem Daten von hochrelevanten Mikroorganismen enthalten, die dem Menschen gefährlich werden können. Dieses Datennetzwerk stellt Forschenden und Gesundheitsbehörden Daten von solchen Pathogenen in der Zukunft zur Verfügung. Es soll die Reaktion auf Pandemien und die Überwachung von Ausbrüchen von Infektionskrankheiten auf globaler Ebene verbessern. Amber Hartman Scholz, Leiterin der Abteilung Science Policy and Internationalisierung am Leibniz-Institut DSMZ. Foto: Michael Hübner/DSMZ „Die NIH-Förderung ist eine langfristige Investition, um „Pandemic Preparedness“ im Bereich Pathogendaten vorzubereiten. Die DSMZ bringt ihre internationale Policy-Expertise im Projekt ein“, erklärt Dr. Amber Hartman Scholz, Leiterin der Abteilung Science Policy and Internationalisierung am Leibniz-Institut DSMZ. „Wir verbinden die Projektergebnisse und den Outreach mit den internationalen Entwicklungen innerhalb der europäischen Union und bei der WHO, sodass die technischen Fortschritte gleichzeitig die Entscheidungsträger erreichen“, so Hartman-Scholz weiter. Ausbau der lokalen Datenverwaltung und des globalen Datenaustauschs Das Projekt wird im Rahmen des Bioinformatik-Ressourcenprogramms des National Institute of Allergy and Infectious Diseases des National Health Institute finanziert. Es umfasst insbesondere die Bereitstellung von Software, die es Ländern oder Regionen ermöglicht, lokale Datenportale einzurichten. Das „Pathogens Portal“ dient als umfassende zentrale Schnittstelle. Mitglieder des Konsortiums „Pathogen Data Network“ sind: Europäisches Bioinformatik-Institut EMBL (EMBL-EBI) – Großbritannien Cold Spring Harbor Laboratory (CSHL) – USA Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH – Deutschland Georgetown-Universität in Washington DC – USA Universität Uppsala – Schweden Südafrikanische Nationale Bioinformatik-Institut (SANBI) – Südafrika Nationale Institut für Gesundheit Carlos III (ISCIII) – Spanien Arktische Universität von Norwegen (UiT) – Norwegen Eötvös Loránd Universität – Ungarn Technische Universität von Dänemark (DTU) – Dänemark Medizinisches Zentrum der Erasmus-Universität (EMC) – Niederlande
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