Info-Webseite zu Diabetes und Sehverlust gestartet23. Februar 2018 Eine neue Webseite der Initiative „Diabetes und Auge“ des DBSV und der DDH-M informiert über Ursachen, Vorbeugung und Behandlung diabetischer Netzhauterkrankungen. Bild: © Dmitry – Fotolia.com Die Initiative „Diabetes und Auge“ des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) und der Deutschen Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) hat ihre Informations-Webseite www.diabetes-und-augen.info der Öffentlichkeit vorgestellt. Schätzungsweise sieben Millionen Menschen in Deutschland sind von Diabetes betroffen, mehr als 1,3 Millionen weisen diabetesbedingte Schäden an der Netzhaut auf, ungefähr 2000 erblinden jedes Jahr. “Damit sind diabetische Netzhauterkrankungen in Deutschland die häufigste Erblindungsursache bei Menschen im erwerbsfähigen Alter”, betont die Initiative. Da ein Mensch 80 Prozent seiner Umwelt mit den Augen wahrnehme, verändere ein Sehverlust das Leben grundlegend. Für Menschen mit Diabetes sei besonders gravierend, dass ihnen das selbstständige Management des Blutzuckerspiegels nicht mehr wie bisher möglich sei. Hilfe, Informationen und kompetente Ansprechpartner würden von Betroffenen in dieser Situation dringend benötigt. Vom Faltblatt zur Webseite Im Oktober 2016, so erinnert die Initiative „Diabetes und Auge“ des DBSV und der DDH-M, habe sie ein Faltblatt mit Informationen zu Diabetes und Sehverlust zusammengestellt und davon 50.000 Stück an Mitglieder der Diabetesberatungsberufe und an Menschen mit Diabetes verteilt. Das Faltblatt habe kompakte Informationen zur Prävention von diabetischen Augenerkrankungen und zu den Möglichkeiten von Rehabilitation nach Sehverlust gegeben. Aufgrund der großen Nachfrage entschlossen sich DBSV und DDH-M, die enthaltenen Informationen nun zu erweitern und auf einer Internetseite zu bündeln. Unter dem Titel „Diabetische Netzhauterkrankungen – Aktiv werden, Möglichkeiten nutzen“ gibt die Seite kompakt und laienverständlich Informationen dazu, wie mit Sehverlust und Diabetes weiterhin ein aktives und selbstständiges Leben möglich ist, welche Möglichkeiten für eine Rehabilitation nach Sehverlust es gibt und welche sozialrechtlichen Ansprüche bestehen können. “Die Webseite ist ein Informationsangebot an die Mitglieder der Diabetesberatungsberufe, die Menschen mit Diabetes bei einem Sehverlust betreuen. Betroffene und deren Angehörige können diese Informationen in kompakter und laienverständlicher Form nachlesen und erhalten eine Sammlung von Beratungsangeboten und professionellen Ansprechpartnern zum Thema Sehverlust”, erklärt die Initiative. Tipps zu einem guten Miteinander von sehenden und sehbehinderten Menschen und ergänzende Informationen zu Ursachen, Vorbeugung und Behandlung von diabetischen Netzhauterkrankungen würden das Angebot abrunden. Über die Initiative Diabetes und Auge von DBSV und DDH-M DBSV und DDH-M haben nach eigenen Angaben im Jahr 2014 die Initiative „Diabetes und Auge“ gestartet. Erklärtes Ziel ist es, diabetische Netzhauterkrankungen zu vermeiden und Menschen mit Diabetes dazu zu ermutigen, regelmäßige augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen. Parallel soll die Lebenssituation von Betroffenen, bei denen ein Sehverlust eingetreten ist, verbessert werden. DBSV und DDH-M sind gemeinsam aktiv, um Patienten, Ärzte und Diabetesberaterinnen über die Möglichkeiten einer Rehabilitation nach Sehverlust durch Diabetes aufzuklären. Zudem werden die Hersteller von Medizinprodukten für die Notwendigkeit von barrierefrei bedienbaren Blutzuckermessgeräten et cetera sensibilisiert. Die Initiative „Diabetes und Auge“ wird unterstützt von Bayer. Quelle: DBSV und DDH-M
Mehr erfahren zu: "Demenz vorbeugen: Warum Hörgerät und Brille wichtig fürs Gehirn sind" Demenz vorbeugen: Warum Hörgerät und Brille wichtig fürs Gehirn sind Was haben Hörgerät und Brille mit Demenzprävention zu tun? Mehr, als viele denken. Die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative (AFI) zeigt, warum unbehandelte Hör- und Sehschwächen das Demenzrisiko erhöhen können – […]
Mehr erfahren zu: "Biosensoren: Mit leuchtenden GPCRs Licht ins Dunkel bringen" Biosensoren: Mit leuchtenden GPCRs Licht ins Dunkel bringen Einem Forschungsteam der Universitätsmedizin Mainz ist es gelungen, erstmals in lebenden Zellen zu beobachten, wie G-Protein-gekoppelte Rezeptoren auf Wirkstoffe reagieren.
Mehr erfahren zu: "Okuläre Hypotonie: Intravitreale Gel-Injektion zeigt vielversprechende Ergebnisse" Okuläre Hypotonie: Intravitreale Gel-Injektion zeigt vielversprechende Ergebnisse Eine aktuelle britische Studie belegt die Wirksamkeit einer weitverbreiteten intravitrealen Injektion zur Behandlung der bislang als unheilbar geltenden seltenen okulären Hypotonie.