Infusionsmanagement verbessern30. Juni 2020 Foto: © Firma V – Adobe Stock Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) hat einen neuen Fachbereich “Venöse Zugänge” (FB VZ) gegründet. Infusionstherapien gehören im Krankenhaus zur Standardversorgung von Patienten. Viele Patienten benötigen komplexe intravenöse Therapien, welche nur zentralvenös verabreicht werden können. “Diese Versorgungen spielen auch bei COVID-19-Erkrankten, die stationär behandelt werden müssen, eine große Rolle. In Deutschland stehen allerdings noch nicht alle Möglichkeiten des venösen Zugangsmanagements in gleichem Maße zur Verfügung. Das wird ein Themenschwerpunkt des neuen BVMed-Fachbereichs sein”, so BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll. Bei bestimmten Behandlungen im Intensivbereich spielen auch zentralvenöse Zugänge eine große Rolle. Akut erkrankte Patienten mit einer bestimmten Behandlung im intensivmedizinischen Bereich, wie beispielsweise COVID-19 oder Brandverletzungen, brauchen aus unterschiedlichen Gründen einen zentralvenösen Zugang. In der Akutphase der Erkrankung müssen Medikamente und Infusionslösungen schnell und in hoher Konzentration und Volumen zuverlässig über einen zentralvenösen Zugang ins Blutkreislaufsystem appliziert werden. Zudem ist es über einen zentralvenösen Zugang möglich, Patienten hämodynamisch zu überwachen und gegebenenfalls parenteral zu ernähren. Bei beatmeten Patienten oder bei Patienten, bei denen nur die Wahrscheinlichkeit besteht, dass sie eine Atemunterstützung benötigen, kann beispielsweise ein PICC-Katheter von Vorteil sein, da die Punktionsstelle im Normalfall im mittleren Drittel des Oberarmes liegt. Dies ist auch bei Patienten mit Brandverletzungen im Halsbereich der Fall. Die Punktionsstelle ist somit weit entfernt von Kopf und Hals und stört nicht bei der eventuell erforderlichen Atemunterstützung. Die Gefahr der Unterbrechung der Infusionstherapie durch Komprimieren oder Abknicken des Katheters oder der Infusionsleitung durch den Beatmungshelm ist somit ausgeschlossen. Neben den PICC-Kathetern spielen beispielsweise auch Ports, klassische zentralvenöse Katheter (ZVKs) sowie periphere Venenkatheter (PVKs) eine Rolle. Der neue BVMed-Fachbereich will die patientenindividuelle Auswahl der Katheter durch erhöhte Awareness von Alternativen erhöhen, Fehlanreize in der Versorgung unter anderem durch Verbesserung der Erstattung durch die Krankenkassen minimieren sowie helfen, interdisziplinäre “Vascular Access Teams” zu etablieren. Mehr Informationen zum Thema gibt es im BVMed-Portal unter: www.bvmed.de/venoese-zugaenge.
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