Initiative “Vision Zero”: Jeder Krebstote ist einer zu viel9. November 2020 Bild: ©Julydfg – stock.adobe.com Die Initiative “Vision Zero” hat sich die “Neuvermessung der Onkologie” auf die Fahnen geschrieben. “Wir haben jedes Jahr 220.000 Krebstote, ohne dass wir uns überhaupt darüber aufregen”, so der Onkologe Prof. Michael Hallek. Tumorerkrankungen hinterlassen eine – wenn auch kaum so wahrgenommene – Spur der Verwüstung in der Gesellschaft. Rund jeder zweite Mensch in Deutschland erkrankt irgendwann in seinem Leben an Krebs, einer von vier Bundesbürgern stirbt frühzeitig daran. Dabei sind eigentlich alle Instrumente vorhanden, um Krebs wesentlich erfolgreicher zu bekämpfen. Sie werden nur zu wenig und zu wenig vernetzt genutzt. Das kritisieren führende Onkologen der Initiative “Vision Zero”, wie die Online-Plattform Pharma Fakten berichtet. “Vision Zero heißt, wir müssen jeden einzelnen Stein umdrehen und alles anschauen: den Lebensstil, die Präventionsangebote, die frühe Diagnostik, die Therapie, die Ursachenforschung, den Studienstandort Deutschland”, meint Hallek gegenüber “Pharma Fakten”: https://ots.de/eHI3Nl . “Wir wollen dem Ziel, dass niemand mehr zu früh an Krebs sterben muss, so nahe wie möglich kommen”. Auf einem interdisziplinären Symposium der “Vision Zero”-Initiative diskutierten daher jüngst führende Krebsärzte, Entscheider im Gesundheitswesen, Patientenvertreter, Wissenschaftler, Politiker und Vertreter der pharmazeutischen Industrie über die Zukunft der Krebsbekämpfung: https://ots.de/ycR3EX . Es ging dabei um nichts weniger als eine “Neuvermessung der Onkologie”. Beispiel Brustkrebs : Zwar ist die Krankheit in vielen Fällen gut behandelbar, doch es wäre noch besser, sie von vornherein zu verhindern oder zumindest so früh wie möglich aufzuspüren. “Intelligente Präventionskonzepte entwickeln, molekulargenetische Diagnostik für alle Patienten”, lautet die Forderung von “Vision Zero”: https://ots.de/C4jgnQ . Auch beim Thema Lungenkrebs gilt es, noch an einigen Stellschrauben zu drehen: Zum nächstmöglichen Zeitpunkt fordert die Initiative die Einführung einer Präventionsabgabe von einem Euro auf jede Schachtel Zigaretten. Damit sollen zusätzliche Präventionsmaßnahmen und Früherkennungskonzepte finanziert werden. Außerdem will “Vision Zero” ein umgehendes Verbot von Tabakwerbung auch für E-Zigaretten: https://ots.de/TOKg0r .
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