„Inklusion von Anfang an“4. Mai 2018 Bild: © VRD – Fotolia.com PRO RETINA Deutschland e.V. engagiert sich für “Inklusion von Anfang an” – auch über den Europäischen Protesttag (5. Mai) zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung hinaus. Am 5. Mai 2018, dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, laden Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe bundesweit zu zahlreichen Aktionen ein, an denen sich auch PRO RETINA beteiligt. Unter dem Motto „Inklusion von Anfang an“ liegt der Fokus in diesem Jahr insbesondere auf Kindern und Jugendlichen. „Wenn Kinder früh lernen, mit Unterschieden umzugehen, macht sie das stark für die Zukunft. Voraussetzung dafür ist ein inklusives Aufwachsen und Lernen“, betont PRO RETINA Deutschland e.V., eine Selbsthilfevereinigung von Menschen mit Netzhautdegenerationen. „Menschen ohne Behinderung lernen Menschen mit Handicap im selbstverständlichen Miteinander schon früh als Bestandteil unserer vielfältigen Gesellschaft kennen“, konkretisiert Daniela Wüstenhagen, Leiterin des Arbeitskreises für Eltern betroffener Kinder der PRO RETINA, was Inklusion von Anfang an für sie bedeutet. „Je früher Menschen mit dem Anderssein in Kontakt kommen, es erleben und im Zusammenleben erfahren dürfen, desto weniger Missverständnisse und Vorurteile bauen sich im Laufe des Lebens auf“, ergänzt sie. Ziel der Aktionen rund um den Protesttag sei deshalb, Kinder und Jugendliche, ihre Eltern und Menschen, die in Schulen oder in der Kinder- und Jugendhilfe arbeiten, stärker für Inklusion und ein selbstverständliches Miteinander zu sensibilisieren und zu gewinnen. Auch über den Protesttag hinaus, so sie Selbsthilfevereinigung, setze sie sich in zahlreichen Gremien und Arbeitskreisen, zum Beispiel dem Arbeitskreis für Eltern betroffener Kinder, durch Information und Öffentlichkeitsarbeit aktiv für die Inklusion von Menschen mit einer Sehbehinderung ein. Die Probleme und Bedarfe schlechter sehender oder sehbehinderter Menschen würden in unserer Gesellschaft oft viel zu selten zur Kenntnis genommen und zum Beispiel bei der barrierefreien Gestaltung des öffentlichen Raumes häufig vernachlässigt. „Wir zeigen Menschen ohne Sehbehinderung, wie wir die Welt wahrnehmen und dass wir eventuell einen anderen Weg gehen müssen, um an dasselbe Ziel zu gelangen“, sagt Wüstenhagen. Um Sehbehinderungen nachempfinden zu können, verteilt PRO RETINA zum Beispiel Simulationsbrillen und bietet auf ihrer Homepage einen Simulator für Sehstörungen an (https://www.pro-retina.de/simulation). „Die PRO RETINA schafft es, in vielschichtiger Art und Weise, Begegnungen zwischen Menschen mit unterschiedlichem Sehvermögen zu ermöglichen und aktiv zu fördern. Dabei haben Kinder in der PRO RETINA einen Stellenwert, der nicht nur den Begriff Zukunft manifestiert, sondern diesen auch lebt“, betont Matze Kern, Mitglied der Selbsthilfevereinigung und Vater eines Kindes mit Sehbehinderung. Bis zum 14. Mai können nach Angaben der Vereinigung Menschen in ganz Deutschland an Aktionen zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung eilnehmen. Wo und wann Angebote und Veranstaltungen in der jeweiligen Stadt stattfinden, sei zum Beispiel auf einer Homepage der Aktion Mensch unter www.aktion-mensch.de/5mai zu erfahren. Nähere Informationen zu PRO RETINA Deutschland e.V. und ihren Selbsthilfeaktivitäten unter: www.pro-retina.de Quelle: PRO RETINA Deutschland e. V.
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