Inkontinenz: Welche Begleiterscheinungen die Deutschen am meisten fürchten5. Januar 2021 Inkontinenzhilfsmittel – in den Alltag integriert. Foto: BVMed/Coloplast Peinliche Situationen im Alltag und ständige Unsicherheit: Diese Begleiterscheinungen sehen die Deutschen als die gravierendsten Folgen einer Inkontinenzerkrankung. 89 Prozent der Bundesbürger halten sie für „sehr belastend“ oder „belastend“. Weiterer Druck entsteht nach Einschätzung von 83 Prozent durch Einschränkungen im Alltag wie etwa beim Sport oder in der Partnerschaft. Auch die Störung der Nachtruhe stellen sich 81 Prozent anstrengend vor. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von 1000 Deutschen im Auftrag der Coloplast GmbH. Über 60-Jährige schätzen Belastungen etwas geringer ein als Jüngere Deutsche ab 60 Jahren sehen die inkontinenzbedingten Begleiterscheinungen entspannter als jüngere Befragte. So schätzen jeweils 81 Prozent von ihnen peinliche Situationen im Alltag und die ständige Unsicherheit durch den möglichen Kontrollverlust als „sehr belastend“ oder „belastend“ ein. Darüber hinaus halten 75 Prozent der über 60-Jährigen die durch Inkontinenz verursachten Einschränkungen im Alltag für problematisch. Das sind jeweils acht Prozentpunkte weniger als der Durchschnitt. Die Störung der Nachtruhe empfinden 69 Prozent der über 60-Jährigen als schwierige Begleiterscheinung von Inkontinenz – der Durchschnittswert liegt zwölf Prozentpunkte höher. „Dank moderner Hilfsmittel können Inkontinenzpatienten heutzutage weiterhin einen aktiven Lebensstil pflegen“, sagt Henning Reichardt, Geschäftsführer beim Medizinproduktehersteller Coloplast. „Ältere Menschen wissen darüber meist besser Bescheid, weil die Erkrankung in ihrer Altersgruppe vermehrt vorkommt. Um in allen Altersgruppen Ängste abzubauen, sollten die Akteure des Gesundheitswesens die Bürger künftig noch besser über den Umgang mit Inkontinenz informieren.“ Deutsche legen bei Hilfsmitteln Wert auf Qualität Auf der Suche nach Informationen über den Umgang mit Inkontinenz vertrauen die Deutschen vor allem Medizinern. So würden sich 99 Prozent der Bundesbürger an ihren Hausarzt oder Facharzt wenden, wenn sie betroffen wären. 72 Prozent würden jeweils auch in Apotheken oder Sanitätshäusern sowie bei ihrer Krankenkasse nachfragen, wie sie mit der Erkrankung umgehen und ihren Alltag gestalten können. Eine weitere Informationsquelle wären für 64 Prozent der Befragten entsprechende Internetseiten. Bei Herstellern von Hilfsmitteln würden sich 44 Prozent erkundigen. Hilfsmittel wie Einlagen, Wäscheschutzhosen oder Einmalkatheter hätten für die Deutschen im Fall einer Inkontinenz-Erkrankung einen besonders hohen Stellenwert. Wichtig sind den Befragten bei Hilfsmitteln vor allem drei Dinge: Unauffälligkeit, einfache Handhabung und Wahlfreiheit. 96 Prozent der Bundesbürger halten diese Möglichkeiten für „sehr wichtig“ oder „wichtig“. Von großer Bedeutung ist auch die vollständige Abdeckung aller mit der Krankheit verbundenen Kosten (93 Prozent). Weniger Wert legen die Befragten hingegen auf psychologische Betreuung (61 Prozent) oder den Besuch von Selbsthilfegruppen (36 Prozent). „Gerade bei einem so intimen Thema wie Inkontinenz kann der Austausch mit anderen Betroffenen sehr befreiend sein“, sagt Matthias Zeisberger, Vorsitzender Inkontinenz-Selbsthilfe e. V., „allerdings ist es wichtig, dass Betroffene rechtzeitig über entsprechende Angebote informiert werden.“ Die Umfrage Für die Befragung „Inklusion in Beruf und Alltag“ wurden 1000 Deutsche ab 18 Jahren im Mai und Juni 2019 befragt. Das FORSA-Institut führte die repräsentative Befragung im Auftrag der Coloplast GmbH, in Kooperation mit dem IMWF Institut für Management und Wirtschaftsforschung, sowie mit Unterstützung von Selbsthilfe Stoma-Welt e. V. und Inkontinenz-Selbsthilfe e. V. durch. Die Ergebnisse sind auf ganze Zahlen gerundet. (Coloplast/ms)
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