Insel Riems: Bundeslandwirtschaftsminister besucht Friedrich-Loeffler-Institut2. Oktober 2024 Präsidentin des FLI, Fr. Prof. Dr. Christa Kühn (l.) im Gespräch mit dem Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir Foto: @ M. Jörn, FLI Der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Cem Özdemir, besuchte am 30.09.2024 das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) am Hauptstandort auf der Insel Riems. Wie das FLI mitteilt, informierte sich der Minister vor Ort über die neuesten Forschungsarbeiten und Präventionsmaßnahmen zur Bekämpfung von Tierseuchen und Zoonosen, die sowohl die Landwirtschaft als auch die öffentliche Gesundheit betreffen Minister Özdemir betonte die Bedeutung der Arbeit des Instituts: „Unsere Landwirtschaft steht vor großen Herausforderungen, und wir können es uns nicht leisten, in der Tierseuchenbekämpfung nachzulassen. Die Arbeit des FLI ist von unschätzbarem Wert für den Schutz unserer Tierbestände und damit auch für unsere Landwirtschaft und Lebensmittelversorgung. In Zeiten, in denen Tierseuchen global zunehmen, brauchen wir wissenschaftliche Exzellenz und internationale Zusammenarbeit, wie sie hier am FLI tagtäglich gelebt wird. Die Forschungsergebnisse des FLI leisten einen entscheidenden Beitrag zur Sicherheit und Gesundheit nicht nur unserer Tiere, sondern auch der Menschen.“ „Der Besuch des Ministers Özdemir ist gegenüber unseren Mitarbeitenden ein großes Zeichen der Wertschätzung unserer Arbeit bei der Prävention und Bekämpfung von Tiersuchen“, so die Präsidentin des FLI, Prof. Christa Kühn. „Die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit mit dem BMEL ist zudem auch Basis für die Verwirklichung weiterer gemeinsamer Ziele wie z.B. die Verbesserung von Tierschutz und Fortschritte bei der Erhaltung und Nutzung von genetischer Diversität unserer Tierbestände.“ Während seines Besuchs besichtigte der Minister unter anderem die Hochsicherheitslabore des Instituts, in denen an den gefährlichsten Tierseuchenerregern geforscht wird, so dass FLI weiter. Zudem führte er Gespräche mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des FLI, um sich ein umfassendes Bild von den aktuellen Herausforderungen und Fortschritten in der Tierseuchenforschung und Tierhaltung zu machen. Das FLI, eine der weltweit führenden Forschungseinrichtungen im Bereich der Tiergesundheit, spielt eine zentrale Rolle im Kampf gegen bedeutende Tierseuchen wie die Afrikanische Schweinepest, die Vogelgrippe und die Blauzungenkrankheit. Die Forschung am FLI ist entscheidend für die frühzeitige Erkennung dieser Seuchen, die Charakterisierung ihrer Eigenschaften, der Aufklärung der Eintrags- und Verbreitungswege, die Entwicklung wirksamer Impfstoffe und die Umsetzung von Maßnahmen zum Schutz von Tierbeständen und zur Sicherung der Nahrungsmittelproduktion. Die Bekämpfung von Tierseuchen fällt grundgesetzlich in die Zuständigkeit der Bundesländer. Der Bund unterstützt diese Arbeit durch Forschung an Einrichtungen wie dem FLI. So beherbergt das FLI nationale Referenzlabore für meldepflichtige Tierkrankheiten und anzeigepflichtige Tierseuchen und erstellt öffentlich zugängliche aktuelle Risikobewertungen. Das FLI leistet auf Anfrage Vor-Ort-Hilfe und begleitet die epidemiologischen Untersuchungen bei Tierseuchenausbrüchen. Der Bund unterstützt über diese Förderung der Forschung und Beratung hinaus die Bundesländer bei der Koordination ihrer Maßnahmen: zuletzt berief der Bund zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) den „Zentralen Krisenstab Tierseuchen“ ein.
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