Intensivmediziner warnen vor gefährlichem Bettenmangel17. Mai 2019 Foto: © Zerbor – Adobe Stock “Tag der Intensivmedizin” am 25. Mai 2019 zeigt Probleme und Leistungen. Kanzleramtsminister Braun nimmt als Intensivmediziner an einer Podiumsdiskussion in Gießen teil. Die Zahl der gesperrten Betten auf Intensivstationen in Deutschland wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Davon gehen Fachleute der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) aus. Damit wird es immer schwieriger werden, Patienten zum Beispiel mit schweren Erkrankungen oder nach schweren Unfällen in gewohnter Qualität umfassend intensivmedizinisch versorgen zu können – mit allen denkbaren Folgen. Gründe für die drohenden Engpässe sind nach den Worten von Prof. Gernot Marx, Sprecher des Arbeitskreises Intensivmedizin der DGAI, unter anderem der Pflegenotstand, der Ärztemangel und die Schließung weiterer Intensivstationen. “Zurück ins Leben” statt “Tod und Technik” Mit einem Aktionstag am 25. Mai 2019 will die Anästhesie-Fachgesellschaft auf die wachsenden Probleme der Intensivmedizin in Deutschland aufmerksam machen. Gleichzeitig werden bundesweit mehr als 20 Kliniken mit Infoständen, Präsentationen und Vorträgen zeigen, was Ärzte, Pflegekräfte und andere Fachleute auf den Intensivstation Tag und Nacht leisten und bewirken: “Denn Intensivmedizin bedeutet alles andere als ,Tod und Technik’. Es geht vielmehr darum, die Patienten ,Zurück ins Leben’ zu bringen”, sagt Marx. “Zurück ins Leben”: So heißt dann auch die Kampagne der DGAI, in deren Rahmen der große Aktionstag veranstaltet wird. Podiumsdiskussion mit Minister Braun als Intensivmediziner Zentrale Veranstaltung am “Tag der Intensivmedizin” wird eine interessante Podiumsdiskussion in der Uniklinik Gießen zur Zukunft der Intensivmedizin sein (Samstag, 25. Mai 2019, 15.00 Uhr, Uniklinikum Gießen, Klinikstraße 29, Hörsaal 2). In der Runde nimmt auch Kanzleramtsminister Helge Braun Platz, der selbst Arzt und Intensivmediziner ist. Weitere Teilnehmer sind Patienten, Angehörige, Intensivärzte und Krankenkassenvertreter. In den deutschen Krankenhäusern werden mehr als 27.000 Intensivbetten vorgehalten. Mehr als zwei Millionen Menschen – vom Neugeborenen bis zum Hochbetagten – werden hier pro Jahr rund um die Uhr behandelt, in vielen Fällen von Anästhesisten und Intensivmedizinern.
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