Internationale Konferenz zu Hand-Arm-Vibrationen in Bonn

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Einen Überblick zum Stand von Technik, Medizin, Diagnostik, Epidemiologie und Prävention auf dem Gebiet der Hand-Arm-Schwingungen gibt die 14. Internationale Hand-Arm-Vibrationskonferenz. Sie findet vom 21. bis 24. Mai 2019 in Bonn unter Federführung des Instituts für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) statt.

Circa 1,8 Millionen Beschäftigte in Deutschland sind durch Hand-Arm-Schwingungen belastet. Die von handgehaltenen Maschinen ausgehenden Schwingungen werden über die Handinnenfläche und die Finger der Bedienperson in Hände und Arme übertragen. Die Folge können degenerative Veränderungen der Knochen und Gelenke sein, aber auch Durchblutungs- und Nervenfunktionsstörungen wie die Weißfingerkrankheit, so die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV).

“Trotz Digitalisierung und Automatisierungsbestrebungen in allen Branchen gibt es immer noch viele mechanische Bearbeitungsprozesse, die nicht vollautomatisch ablaufen können”, sagt Uwe Kaulbars, Vibrationsexperte vom IFA. “Immer wenn passgenaue Bearbeitung an wechselnden Orten erforderlich ist, braucht es den Menschen. Beispiele sind Nagler im Fertighausbau oder Aufreißhämmer für Abbrucharbeiten, beides zurzeit boomende Branchen.”

Zudem spielen kombinierte Belastungen eine immer wichtigere Rolle, wenn es um die Gesundheit der Beschäftigten geht. Dies gilt auch für das Zusammenwirken von Hand-Arm-Schwingungen beispielsweise mit Lärm oder Ganzkörper-Vibrationen.
Ganzheitliche Gefährdungsbetrachtungen sind deshalb ebenso Thema der 14. Internationalen Hand-Arm-Konferenz wie neueste Erkenntnisse auf den Gebieten Medizin, Diagnostik, Epidemiologie, Messtechnik und praktische Prävention. Eine begleitende Produktausstellung unterstreicht insbesondere die Praxisorientierung der Veranstaltung.

Hinweise zur Teilnahme: Teilnahmebedingungen, Anmeldung und ausführliche Informationen auf der Website.