Internationales Forschungsprojekt für bessere Immuntherapie bei Hepatitis B17. Januar 2019 Grafik: © ileezhun/Fotolia Chronische Infektionen mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV) stehen im Mittelpunkt eines Forschungsprojekts von Wissenschaftlern der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) und der Huazhong-Universität (HUST) in Wuhan/China. Unterstützt wird das internationale Forscherteam über ein neues Förderprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der chinesischen National Natural Science Foundation (NSFC). Die chronische HBV-Infektion ist weltweit nach wie vor ein großes Gesundheitsproblem. Eine der wichtigsten Behandlungsmethoden ist die Immuntherapie mit Interferon α (IFNα). Dass der üblicherweise verwendete Subtyp (IFNα2) nicht der wirksamste ist, hätten Voruntersuchungen bereits ergeben, so die Forscher. Die Arbeitsgruppe will nun untersuchen, welche INFα-Subtypen in welchen Patienten wie stark ausgeprägt sind und wie antiviral sie wirken. Eingebunden sind die Arbeitsgruppe von Dr. Kathrin Sutter, Institut für Virologie am Universitätsklinikum Essen, und von Dr. Jia Liu, Wuhan Union Hospital, Huazhong University. Die Förderung beträgt rund 225.000 Euro durch die DFG und umgerechnet rund 256.000 Euro durch die NSFC. Das Forschungsprojekt führt einen Teil der erfolgreichen Arbeit des ausgelaufenen Sonderforschungsbereiches Transregio 60 fort und gehört zum neu aufgelegten Programm der Joint-Sino German Research Projects. Es ist in neu etablierte Strukturen auf chinesischer und deutscher Seite eingebettet: das Wuhan-Essen Joint International Laboratory of Infection and Immunity und das Sino-German Virtual Institute for Viral Immunology (SGVIVI). Koordiniert wird das SGVIVI durch das Institut für Virologie mit Unterstützung der Medizinischen Fakultät der UDE. Im März 2019 treffen sich die Arbeitsgruppen zu einem Workshop in Essen und stellen kurz darauf erste Arbeitsergebnisse auf der 29. Jahrestagung der Gesellschaft für Virologie in Düsseldorf vor.
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