Inzidenz des Typ-2-Diabetes: Assoziation mit glykämischen Markern

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Glykämische Marker und Nüchterninsulin sind häufig gemessene Outcomes von Interventionsstudien. In einer Studie mit 1349 Teilnehmern einer populationsbasierten Kohorte im niederländischen Hoorn untersuchten die Autoren die Assoziationen von Nüchternglukose (FPG), 2-Stunden-Glukose bei einem oralen Glukosetoleranztest, HbA1c-Wert, Nüchterninsulin und HOMA-IR mit neu auftretendem Typ-2-Diabetes.

Die Probanden waren 50–75 Jahre alt und hatten zur Baseline (1989) keine Diabeteserkrankung. Nach einem durchschnittlichen Follow-up von 6,4 (SD 0,5) Jahren hatten 152 Studienteilnehmer (11,3 %) einen Diabetes entwickelt. Die Mehrzahl war bei einem Screening durch eine hohe Nüchternglukose entdeckt worden. In um multiple Variablen adjustierten Modellen betrugen die ORs für neu auftretenden Typ-2-Diabetes für das höchste Quintil im Vergleich zum niedrigsten Quintil 9,0 (95 %-KI 4,4–18,5) für die Nüchternglukose, 6,1 (95 %-KI 2,9–12,7) für die 2-Stunden-Glukose, 3,8 (95 %-KI 2,0–7,2) für den HbA1c-Wert, 1,9 (95 %-KI 0,9–3,6) für Nüchterninsulin und 2,8 (95 %-KI 1,4–5,6) für den HOMA-IR.

Fazit
Die Assoziationen von Nüchternglukose und HbA1c-Wert mit inzidentem Diabetes waren nicht linear, bei höheren Werten stiegen sie steiler an. Die Nichtlinearität der Assoziationen zwischen glykämischen Markern und neu auftretendem Typ-2-Diabetes sollten berücksichtigt werden, wenn basierend auf glykämischen Markern das künftige Risiko für Typ-2-Diabetes abgeschätzt wird.

Autoren: Ruijgrok C et al.
Korrespondenz: Department of Epidemiology and Biostatistics, Amsterdam Public Health Research Institute, VU University Medical Center, Amsterdam, Niederlande
Studie: Size and shape of the associations of glucose, HbA1c, insulin and HOMA-IR with incident type 2 diabetes: the Hoorn Study
Quelle:  2018 Jan;61(1):93–100.
Web: link.springer.com/journal/125

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