IQUO hat sich neu aufgestellt2. August 2018 Christian Doehn, Vorsitzender des IQUO. Foto: Doehn Der Interessenverband zur Qualitätssicherung in der Uroonkologie in Deutschland (IQUO) will nach einer Rundumerneuerung die uroonkologische Versorgungsforschung voranbringen und startet Ende August in Berlin eine Fortbildungsserie. Der IQUO wurde 2008 von Dr. Götz Geiges, Dr. Matthias Schulze und PD Dr. Frank König gegründet, um „den vielfältigen Anforderungen in einem komplexen Gesundheitssystem besser gerecht zu werden“, wie es in der Vereinshistorie heißt. Ein wichtiges Standbein war von Anfang an die Dokumentation uroonkologischer Versorgungsforschung. Bereits 2008 umfasste das Dokumentationssystem nach Verbandsangaben mehr als 80.000 uroonkologische Patienten. Doch dann kriselte es im Verein, und Ende Oktober 2016 trat Gründungsmitglied Geiges als Vorstandsvorsitzender zurück (wir berichteten). Den wissenschaftlichen und strukturellen Anforderungen habe der IQUO in den letzten Jahren nicht mehr entsprochen, wie der Verband in einer aktuellen Mitteilung selbst feststellt. Im Ergebnis einer kompletten Neustrukturierung im vergangenen Jahr seien die konsequente und vollständige Trennung von der früheren Geschäftsführung und Datenmanagement-Firma, die komplette Erneuerung und Erweiterung des Vorstandes, der Aufbau einer neuen Geschäftsstelle, die Gründung einer Servicegesellschaft und die Kooperation mit der SMG Forschungsgesellschaft mbH vollzogen worden.Nun habe der IQUO eine neue Dokumentationsplattform geschaffen. Darin sei das Hamburgische Krebsregister (HKR) integriert. Eine neue Software soll eine optimierte Versorgungsforschung mit gleichzeitiger Meldung an die Krebsregister ermöglichen. Unterstützt wird der Verband dabei durch die Software-Firma Alcedis aus Gießen. Durch die neue Datenplattform des IQUO soll die Datenmeldung deutlich vereinfacht und weitgehend automatisiert werden. Einmal digitalisiert, lasse sich der Datensatz für die Krebsregister in anonymisierter Form nach schriftlicher Einwilligung des Patienten zusätzlich in einer eigenen IQUO-Datenbank speichern, erklärt der Verband. Dabei könnten weitere, zusätzliche Informationen abgefragt werden, jedoch blieben die Daten immer nur bei dem Arzt/Urologen, der sie erhoben hat, und beim IQUO. Diese Form eines umfassenden Registerprojektes sei bereits durch ein positives Votum der Ethikkommission der Ärztekammer Berlin freigegeben worden. Pilotveranstaltung Am 25. August startet im Hilton-Hotel am Gendarmenmarkt in Berlin eine neue Fortbildungsserie des IQUO zu den Herausforderungen und Chancen in der deutschen Uroonkologie. Dabei werden unter anderem der IQUO-Vorsitzende Prof. Christian Doehn vom Urologikum Lübeck und Prof. Thorsten Schlomm, Direktor der Klinik für Urologie an der Berliner Charité, die wesentlichen Neuheiten aus Praxis und Forschung präsentieren.W Termin: Pilotveranstaltung zur neuen IQUO-Fortbildungsinitiative „Herausforderungen und Chancen in der deutschen Uro-Onkologie“ Samstag, 25.08.2018, 10:00–14:00 Uhr Hilton Berlin, Mohrenstr. 30, 10117 Berlin www.iq-uo.org/veranstaltungen (IQUO/ms)
Mehr erfahren zu: "Unterstützung für Blasenkrebs-Betroffene im Großraum Düsseldorf" Unterstützung für Blasenkrebs-Betroffene im Großraum Düsseldorf Am Universitätsklinikum Düsseldorf gibt es ein neues Selbsthilfeangebot für Betroffene von Blasenkrebs. Die Leitung übernimmt Dr. Rudolf Kochs, Hausarzt aus Dormagen im Ruhestand.
Mehr erfahren zu: "Aktuelle ASCO-Empfehlungen zur systemischen Prostatakrebstherapie" Aktuelle ASCO-Empfehlungen zur systemischen Prostatakrebstherapie Die American Society of Clinical Oncology (ASCO) hat die im Jahr 2025 veröffentlichte Leitlinie zur systemischen Therapie bei Patienten mit metastasiertem, kastrationsresistentem Prostatakarzinom (mCRPC) aktualisiert. Damit liegt die ASCO Living […]
Mehr erfahren zu: "„Seriosität, wie wir sie von Hütchenspielern kennen“" „Seriosität, wie wir sie von Hütchenspielern kennen“ Bei einer kurzfristig anberaumten gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin haben die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) scharfe Kritik an der Bundesregierung geübt. Sie bemängelten zum einen den Referentenentwurf […]