IQWiG identifiziert Aktualisierungsbedarf beim DMP von Osteoporose15. Februar 2024 Foto: © pikselstok/stock.adobe.com Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen stellt Aktualisierungsbedarf beim Disease-Management-Programme von Osteoporose fest. Viele Aspekte sollten bearbeitet oder könnten ergänzt werden. Stellungnahmen zu diesem Vorbericht sind möglich bis zum 13.03.2024. Im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) aktuelle evidenzbasierte Leitlinien zur Behandlung der Osteoporose identifiziert, um deren Empfehlungen mit der Disease-Management-Programm-Anforderungen-Richtlinie (DMP-A-RL) abzugleichen und eventuelle Diskrepanzen festzustellen. Für den nun vorliegenden Vorbericht wertete das Wissenschaftlerteam des IQWiG insgesamt 465 Empfehlungen aus 15 evidenzbasierten Leitlinien aus. Vorläufiges Fazit: Viele Aspekte des Disease-Management-Programme (DMP) von Osteoporose weichen von den aktuellen Leitlinienempfehlungen ab oder könnten ergänzt werden. Dies betrifft beispielsweise Empfehlungen zu „diagnostischen Kriterien zur Eingrenzung der Zielgruppe“, zur „nicht-medikamentösen Therapie und zu allgemeinen Maßnahmen“ (wie Lebensstil oder körperliches Training und Sturzprophylaxe) sowie zur „medikamentösen Therapie“. Die Wissenschaftler haben keine zusätzlichen Versorgungsaspekte (die bisher noch nicht in der DMP-A-RL thematisiert werden) identifiziert, allerdings wurde die „Schmerztherapie“ als eigener Unterpunkt unter den „Therapeutischen Maßnahmen“ aufgenommen. Stellungnahmen zum Vorbericht sind möglich bis zum 13.03.2024, teilt das IQWiG mit. Osteoporose und Disease-Management-Programme DMPs sind strukturierte Behandlungsprogramme für chronisch kranke Menschen, die auf den Erkenntnissen der evidenzbasierten Medizin beruhen. Sie sollen sicherstellen, dass Betroffene eine Versorgung erhalten, die Folgeschäden und Verschlechterungen der Krankheit so weit wie möglich verhindert und die Lebensqualität verbessert. Die inhaltlichen Anforderungen an ein DMP werden regelmäßig auf ihre Aktualität hin überprüft. Eine Osteoporose entwickelt sich meist erst nach dem 50. Lebensjahr. In einer Befragung im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung des Bundes gaben etwa 15 % der Frauen und 6 % der Männer ab einem Alter von 50 Jahren an, bei ihnen sei eine Osteoporose diagnostiziert worden. In Abrechnungsdaten der Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2009 zeigt sich eine Osteoporose-Häufigkeit von 24 % bei Frauen und 6 % bei Männern über 50 Jahren. Laut Schätzungen hängen etwa 30 % der Brüche an Hüfte, Wirbelkörpern oder Handgelenken mit einer stark verringerten Knochendichte zusammen. Zum Vorbericht und zum Ablauf der Berichterstellung Der G-BA hat das IQWiG am 10.5.2023 mit einer Leitliniensynopse zur Aktualisierung des DMP Osteoporose beauftragt. In die Bearbeitung des Projekts wurde ein externer Sachverständiger eingebunden. Bei dem vorliegenden Vorbericht handelt es sich um eine vorläufige Bewertung. Stellungnahmen zu dem jetzt veröffentlichten Vorbericht sind bis zum 13.03.2024 möglich und werden nach Ablauf der Frist gesichtet. Sofern die Stellungnahmen Fragen offenlassen, werden die Stellungnehmenden zu einer mündlichen Erörterung eingeladen. Im Anschluss erstellt das IQWiG den Abschlussbericht.
Mehr erfahren zu: "Xenotransplantation: Schweineniere überbrückt Wartezeit bis zur menschlichen Spenderniere" Xenotransplantation: Schweineniere überbrückt Wartezeit bis zur menschlichen Spenderniere Eine genetisch veränderte Schweineniere hat einen Patienten in den USA erstmals neun Monate von der Dialyse befreit und die Zeit bis zur Transplantation einer menschlichen Spenderniere überbrückt. Der Fall zeigt […]
Mehr erfahren zu: "Immunsystem könnte neue Ansatzpunkte für Behandlung der Fettleber bieten" Immunsystem könnte neue Ansatzpunkte für Behandlung der Fettleber bieten Gießener Forschende haben einen Signalweg identifiziert, der möglicherweise neue Ansatzpunkte für die Behandlung von Fettlebererkrankungen eröffnet. Der Botenstoff Interleukin-13 begünstigte bei Mäusen die Fettverbrennung in der Leber.
Mehr erfahren zu: "Progesteron beeinflusst die Emotionsregulation im Gehirn" Progesteron beeinflusst die Emotionsregulation im Gehirn Der Einfluss des Hormons Progesteron auf die Stimmung ist hinlänglich bekannt. Nun haben Forschende der Universität Barcelona nachgewiesen, dass ein höherer Progesteronspiegel während des Menstruationszyklus mit weniger ausgeprägten Aktivitätsmustern in […]