Ist das Haustier gesund, freut sich der Mensch – Haustier-Studie 2026

Hauptsache, dem geliebten Vierbeiner geht es gut. Das sehen immer mehr Tierhalter so. (Symbolbild) Foto: vvvita – stock.adobe.com

Eine Studie eines Versicherungsunternehmens für Tiergesundheit zeigt, dass das Wohl ihres Hundes/ihrer Katze von hoher Bedeutung für Tierhalter ist. So stellen laut eigener Aussage viele Tierhalter das Wohl ihrer Vierbeiner über die eigenen Wünsche und Pläne.

Der Studie zufolge würden neun von zehn Befragten für die Gesundheit ihrer Hunde und Katzen auf Reisen, Shopping und Restaurantbesuche verzichten.

Dabei sind für eine große Mehrheit die Bedürfnisse des Haustiers genauso wichtig wie die eigenen. Für jeden Dritten gehen die Bedürfnisse nach eigenen Angaben von Hund oder Katze häufig sogar vor. Und für die Behandlung ihres Tieres würden 90 Prozent auf eine Urlaubsreise verzichten. Für viele Tierhalter hat das Wohl ihres Haustiers demnach höchste Priorität, wie sich aus der Studie schließen lässt.

Bedürfnisse des Tieres sind mindestens ebenso wichtig wie die des Halters

86 Prozent der Haustierbesitzer stellen die eigenen Bedürfnisse nicht über die ihres Vierbeiners. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle „Haustier-Studie 2026“ der Uelzener Versicherungen. Neun von zehn Befragten wären sogar dazu bereit, für eine teure Behandlung ihres Tieres auf eine geplante Reise zu verzichten. Für die Studie hat der Spezialversicherer für Tiere mehr als 1.000 Hunde- und Katzenhalter in Deutschland befragt.

Enge Bindung wie zu einem menschlichen Familienmitglied

„Wer sein Leben mit einem Hund oder einer Katze teilt, stellt die eigenen Wünsche oft ganz selbstverständlich zurück“, sagt Dr. Felix Garlipp, der bei der Uelzener den Bereich Produkt und Underwriting leitet. Dies reiche von der Tagesplanung bis hin zu größeren persönlichen Wünschen. „Viele Menschen übernehmen Verantwortung für ein Haustier, das auf ihre Fürsorge angewiesen ist. Daraus entsteht eine Bindung, die vergleichbar mit der zu einem menschlichen Familienmitglied ist.“

55 Prozent der Hunde- und Katzenhalter betrachten die Bedürfnisse ihres Haustieres als genauso wichtig wie die eigenen. Weitere 31 Prozent geben an, die Bedürfnisse ihres Vierbeiners häufig sogar über die eigenen zu stellen. Lediglich 14 Prozent räumen letztlich den eigenen Bedürfnissen Vorrang ein. „Dies zeigt, wie selbstverständlich Hunde und Katzen heute in viele Familien integriert sind“, so Garlipp. „Die meisten Halter nehmen ihre Verantwortung sehr ernst: Was dem Tier guttut, fließt ganz selbstverständlich in die eigenen Entscheidungen ein.“

Urlaubsreisen und Restaurantbesuche müssen im Zweifel warten

Besonders konkret wird diese Haltung, wenn es ernst wird: 93 Prozent der Hundehalter und 88 Prozent der Katzenhalter würden auf eine geplante Reise verzichten, sollte ihr Tier eine teure Behandlung benötigen. Und 86 Prozent der Halter sparen lieber beim Einkaufen oder verzichten auf einen Restaurantbesuch, bevor sie die Versorgung ihres Tieres einschränken.

Für viele Hunde- und Katzenhalter hat das Wohl ihres Tieres höchste Priorität.
Abb.: Uelzener Versicherungen

Im Vergleich zur Vorgängerstudie aus dem Jahr 2024 ist die Bereitschaft zum Verzicht nochmals gewachsen. Dies hat allerdings oft auch einen pragmatischen Hintergrund: Medizinische Behandlungen, Operationen oder die Versorgung chronischer Erkrankungen können mit erheblichen Kosten verbunden sein. Das stellt Tierhalter häufig vor schwierige finanzielle Entscheidungen.

„Niemand möchte im Ernstfall abwägen müssen, ob eine Behandlung finanziell machbar ist“, sagt Experte Garlipp. „Eine Tierkrankenversicherung kann dazu beitragen, hohe Tierarztkosten planbarer zu machen und die Versorgung des Tieres auch in finanziell belastenden Situationen sicherzustellen.“