Jäger erhält Alexander-von-Lichtenberg-Preis für urologische Aufklärung14. Oktober 2020 Tobias Jäger (r.) von der Urologischen Praxisklinik (UPK) in Essen ist Vorstandsmitglied der DGMG. Foto: UPK Jungs über wichtige Aspekte rund um urologische Erkrankungen und Fragen der Sexualität aufzuklären – das ist das Ziel des Teams um PD Dr. med. Tobias Jäger von der Urologischen Praxisklinik in Essen. Dieses Engagement wurde nun ausgezeichnet. Seit inzwischen 20 Jahren verleihen die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) und der Berufsverband der Deutschen Urologen (BDU) den Alexander-von-Lichtenberg-Preis – zur Erinnerung an einen der Pioniere des Fachbereichs Urologie. Ausgezeichnet werden niedergelassene Urologinnen und Urologen, die in ihrer täglichen Arbeit herausragende Leistungen auf dem Gebiet der ambulanten Urologie erbringen.Dieses Jahr wurde der von der Firma Takeda Pharma Vertrieb GmbH & Co. KG gestiftete und mit 5000 Euro dotierte Preis im Rahmen des virtuellen DGU-Kongresses unter anderem an PD Dr. Tobias Jäger, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit (DGMG) vergeben. Damit wurde sein Engagement für die urologische Aufklärung von männlichen Schülern im Pubertätsalter gewürdigt. Jungengesundheit stärken Seit 2012 veranstaltet Jäger zusammen mit Kollegen der Urologischen Praxisklinik (UPK) in Essen einmal pro Jahr den „UPK-Schülertag als Beitrag zur Verbesserung der Jungen- und Männergesundheit und zur Stärkung des urologischen Fachbereichs“. Hierzu sind Schüler der siebten Klasse mehrerer ortsansässiger Gymnasien in die Praxis eingeladen, um sowohl theoretisch als auch praktisch Einblick in aktuelle gesundheitliche Themen, geschlechtsspezifische Vorsorgemöglichkeiten und insbesondere Aspekte zu erlangen, die im Rahmen der sexuellen Entwicklung für die Jungen eine Rolle spielen. Hintergrund ist, dass gerade Jungs im Jugendalter häufig die Anbindung an eine kontinuierliche und nachhaltig gesundheitliche Betreuung verlieren. Ganz im Gegensatz zu ihren Altersgenossinnen, die spätestens zur Verordnung einer Kontrazeption den Weg zum Gynäkologen finden und dort in vielen Fällen eine langjährige medizinische Begleitung durch viele Lebensphasen erhalten. Umfassende Unterstützung „Durch meine Initiative versuche ich in erster Linie, Aufklärungsarbeit zu leisten“, sagt Jäger. „Es geht darum, den Jungen eine Einsicht in die urologische Facharztpraxis und einen Überblick zu altersspezifischen Krankheitsbildern zu geben. Zudem soll ihnen eine Anlaufstelle für verschiedene gesundheitliche Themen aufgezeigt werden.“Insbesondere diese Hervorhebung des Urologen als mögliches Pendant des Gynäkologen und somit auch die Stärkung des urologischen Fachbereichs fand die Jury des Alexander-von-Lichtenberg-Preises auszeichnungswürdig. „Der Schülertag bietet Urologie zum Anfassen und klärt wichtige Fragen, unter anderem zur Sexualität – all das, was heranwachsende Mädchen bei ihrem ersten Besuch beim Frauenarzt erleben“, so Dr. Thomas Speck, Berlin, Mitglied der Preiskommission. „Der UPK-Schülertag dient somit dem Ausgleich für die jungen Männer, die wir in ihrer Entwicklung in die richtige Richtung begleitend unterstützen sollten. Das ist sehr verdienstvoll, weshalb wir Dr. Jäger zu einem der zwei Preisträger ernannten.“ Engagement ausweiten Und noch etwas kann die umfassende Aufklärung der Jungen bewirken: Durch das Gespräch in der Familie über die erfahrenen Themen werden möglicherweise auch Väter und Großväter motiviert, insbesondere die Früherkennungsuntersuchungen der urologischen Praxis wahrzunehmen.„Das durchweg positive Feedback von Schülern, Lehrern und teilweise auch der Angehörigen sowie die jetzige Auszeichnung unseres Engagements mit dem Alexander-von-Lichtenberg-Preis bestärkt mich in dem Vorhaben, das Projekt weiter auszubauen“, sagt Jäger. „Geplant ist, in den kommenden Jahren auf weitere Schulen mit dem Angebot einer Kooperation zuzugehen, um etwas Gutes für die Jungengesundheit, die Männergesundheit und das Fach Urologie zu tun.“ Das könnte auch ein möglicher Anreiz für weitere urologische Praxen sein, dem Beispiel zu folgen und die Aufklärung und Betreuung junger Männer auszubauen. (DGMG/ms)
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