JAVELIN Bladder 100: Vorteil für Erhaltungstherapie auch nach zwei Jahren Follow-up

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Wie eine aktuelle Analyse zeigt, ist das Überleben mit Avelumab-Erhaltungstherapie in der Erstlinie bei fortgeschrittenem Urothelkarzinom auch langfristig besser als unter alleiniger Supportivtherapie.

Erste Ergebnisse der Phase-III-Studie JAVELIN Bladder 100 hatten gezeigt, dass die Erhaltungstherapie mit Avelumab in der Erstlinie plus Best Supportive Care (BSC) das Gesamtüberleben (OS) und das progressionsfreie Überleben (PFS) bei Patienten mit fortgeschrittenem Urothelkarzinom (aUC), die nach platinhaltiger Chemotherapie in der Erstlinie progressionsfrei waren, vs. BSC allein signifikant verlängerte. Die Erhaltungstherapie mit Avelumab in der Erstlinie ist heute eine Standard­behandlung beim aUC. Nun haben die Wissenschaftler um Prof. Thomas Powles vom Barts Cancer Institute in London, Großbritannien, aktualisierte Daten mit einer Nachbeobachtung von ≥2 Jahren bei allen Patienten veröffentlicht.

In JAVELIN Bladder 100 waren 350 für Avelumab plus BSC und 350 für die BSC allein randomisiert. Zum Datenstichtag (04.06.2021) betrug die mediane Nachbeobachtung 38,0 bzw. 39,6 Monate; 67 Patienten (19,5%) hatten ≥2 Jahre Avelumab erhalten. Das OS blieb bei allen Patienten unter Avelumab plus BSC vs. BSC allein länger (HR 0,76; 95%-Konfidenzintervall 0,63–0,91; P2-seitig=0,0036). Von den Wissenschaftlern beurteilte PFS-Analysen sprechen ebenfalls für Avelumab.

Die längerfristige Sicherheit stimmte mit früheren Analysen überein, bei längerer Behandlungsdauer wurden keine neuen Sicherheitssignale identifiziert.

(sf/ms)