Jens Minnerup ist neuer Leiter der Klinik für Neurologie am Campus Lübeck3. September 2024 Prof. Jens Minnerup ist neuer Direktor der Klinik für Neurologie, Campus Lübeck. (Foto: privat) Prof. Jens Minnerup ist seit 1. September neuer Direktor der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck. Er tritt die Nachfolge von Prof. Thomas Münte an, der 2023 das Amt des Vizepräsidenten der Universität zu Lübeck hauptamtlich übernommen hat. Minnerup hat Medizin in Münster, Kapstadt und New Orleans studiert und seine fachliche Weiterbildung am Universitätsklinikum Münster absolviert. Weitere Auslandsaufenthalte führten ihn an Schlaganfallzentren in Los Angeles und Boston. Mehr als zwölf Jahre war er als Oberarzt am Universitätsklinikum Münster tätig – zuletzt als geschäftsführender Oberarzt und Leiter des neurovaskulären Bereichs. Darüber hinaus hat er als Sprecher das Neurovaskuläre Netzwerk WestfalenPlus, eines der größten Netzwerke dieser Art in Deutschland, auf- und ausgebaut. Minnerup deckt das gesamte Spektrum des Faches Neurologie ab. Seine klinischen Schwerpunkte liegen in der Schlaganfallmedizin, der neurologischen Notfall- und Intensivmedizin, den Demenzerkrankungen sowie in der Neuroimmunologie. Seine Forschung fokussiert sich insbesondere auf neurovaskuläre Erkrankungen. Dabei untersucht Minnerup unter anderem die Interaktion zwischen Gehirn und Immunsystem. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Prävention von Schlaganfällen und hierbei insbesondere bei Gefäßentzündungen sowie Schlaganfällen bei jungen Menschen, beispielsweise infolge von Dissektionen. Darüber hinaus hat er eine Reihe von Studien zur Optimierung von Akuttherapien des Schlaganfalls wie Thrombektomie und Thrombolyse durchgeführt. Als neuer Klinikdirektor möchte Minnerup die bereits sehr gut aufgestellte Neurologie am Campus Lübeck weiterentwickeln. Besonders wichtig ist ihm die enge Zusammenarbeit mit anderen Kliniken und Instituten des UKSH, um die Vorteile der Universitätsmedizin für die Patientinnen und Patienten optimal zu nutzen, wie auch die Zusammenarbeit mit anderen Kliniken in der Region. Zudem legt er großen Wert auf eine einfühlsame und patientennahe Medizin, die die individuellen Bedürfnisse und Sorgen der Patientinnen und Patienten ernst nimmt. Seine Ziele sind unter anderem der Ausbau der Schlaganfallmedizin, die enge Verzahnung von ambulanter und stationärer Behandlung durch Kooperation mit niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen sowie die Stärkung und Weiterentwicklung einer praxisnahen Forschung, die den Patientinnen und Patienten unmittelbar zugutekommt.
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