Junge Krebspatienten – IST-Professorin entwickelt neue Leitlinie mit

Bild: © Robert Kneschke – stock.adobe.com

Federführend unter Regie der GPOH (Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie) und der AG des NAOKs (Netzwerk ActiveOnkoKids) wurde in einem mehrstufigen Konsensusverfahren eine offizielle Leitlinie zur Bewegungsförderung und Bewegungstherapie bei jungen Krebspatienten entwickelt. Prof. Katharina Eckert von der IST-Hochschule für Management war als Expertin aktiv daran beteiligt.

Gesundheitlich, aber auch psychisch und sozial bildet körperliche Bewegung einen enormen unterstützenden Mehrwert bei der Behandlung. Auf Basis von wissenschaftlichen Ergebnissen und Sachverständigenmeinungen beschreiben die Entwickler der Leitlinie eine optimale Bewegungsförderung mit dem Ziel, sie in den kommenden Jahren schrittweise in der Praxis zu verankern. Dafür müssen Kliniken neue Versorgungsstrukturen schaffen. Auch sollen die Räumlichkeiten bewegungsfreundlich und barrierefrei gestaltet werden. Fachkräfte für diese Bereiche müssen gezielt weitergebildet und entwickelt werden, um den Betroffenen bestmögliche Voraussetzungen bieten zu können.

Ziel ist es, dass alle Kinder und Jugendliche mit und nach einer Krebserkrankung grundsätzlich die Möglichkeit erhalten sollen, die Inhalte der „Nationalen Empfehlung für Bewegung“ altersgerecht umzusetzen. Dies gilt in angepasstem Maße auch für den Zeitraum der Akuttherapie.

Die „S2k-Leitlinie: Bewegungsförderung und Bewegungstherapie in der pädiatrischen Onkologie“ ist ein Novum und ein entscheidender Schritt in diesem Gebiet. Für Erwachsene ist eine entsprechende Leitlinie ebenfalls in Arbeit.