Kardiovaskuläre Gesundheit in der Menopause: Hormonersatztherapie bietet Vorteil

© Iryna – stock.adobe.com (Symbolbild)

Eine in Brasilien durchgeführte Studie betrachtete die kombinierte kardioprotektive Wirkung von post­menopausaler Hormonersatztherapie (HRT) und anaerobem Training (AT). Es zeigte sich ein verbesserter systolischer Blutdruck (SBP).

Die Forschenden durchsuchten die Datenbanken Scopus, Web of Science, PubMed und Embase. Sie identifizierten 148 Artikel, von denen nur 7 die Einschlusskriterien erfüllten (386 Teilnehmerinnen: 91 mit HRT plus Training; 104 mit HRT; 103 mit Training; 88 mit Placebo).

Die Kombination senkte den SBP im Vergleich zum AT (n=73; mittlere Differenz [MD] −1,69; 95%-KI −2,65 bis −0,72). Zudem milderte sie den Abfall des diastolischen Blutdruckes (n=73; MD 0,78; 95%-KI 0,22–1,35) und den durch AT geförderten Anstieg des maximalen Sauerstoffverbrauchs ab (AT + HRT 2,8 ±1,4 vs. AT + Placebo 5,8 ±3,4; p=0,02).

Fazit
Bei Frauen in der Menopause kann eine Hormonersatztherapie und anaerobes Training den systolischen Blutdruck verbessern. (sh)

Autoren: Sánchez-Delgado JC et al.
Korrespondenz: H.C.D. Souza; [email protected]
Studie: Combined effect of physical exercise and hormone replacement therapy on cardiovascular and metabolic health in postmenopausal women: A systematic review and meta-analysis
Quelle: Braz J Med Biol Res 2023;56:e12241.
Web: https://doi.org/10.1590/1414-431X2023e12241