Kartierung der Hornhaut: Forschungsförderung für eine umfassende Analyse der Hornhautnerven22. Januar 2024 Anna Matynia.Foto.© University of Houston Die Entschlüsselung der Geheimnisse des Blinzelns, des Tränenflusses und des Schmerzempfindens der Hornhaut könnte das Verständnis von Augenschmerzen und der Erkrankung des Trockenen Auges verbessern. Die Hornhaut ist die transparente Vorderfläche des Auges, die das Sehen ermöglicht, indem sie das einfallende Licht bündelt. Sie ist dicht mit vielseitigen Nerven besetzt, die Schmerzen, Blinzelreflexe und die Tränenproduktion vermitteln – alles unverzichtbare Aufgaben für die ordnungsgemäße Aufrechterhaltung der Gesundheit der Augenoberfläche. Da sie stark innerviert ist, ist die Hornhaut ein Schlüsselbereich für das Verständnis sensorischer Funktionen. Diese Komplexität macht es zunehmend schwieriger, die Funktionsweise dieser Hornhautnerven in vollem Umfang zu erfassen. Weshalb große Wissenslücken in diesem Bereich existieren. Eine Optometristin der University of Houston, Houston, USA, will diese Lücken schließen, indem sie die Hornhaut kartiert und eine umfassende Analyse der Hornhautnerven auf morphologischer, molekularer und funktioneller Ebene erstellt. „Wir entwickeln Methoden zur selektiven Markierung der Neuronen, die die Hornhaut innervieren. Diese Neuronen machen etwa ein Prozent der Neuronenpopulation in den Trigeminalganglien aus, dem peripheren Nervensystem, das Schmerzen und andere sensorische Funktionen vermittelt“, sagt Dr. Anna Matynia, außerordentliche Professorin am University of Houston College of Optometry. Matynia hat von der Duke University über das National Eye Institute 1,4 Millionen Dollar erhalten, um neue Ansätze zur Entflechtung dieser komplizierten Netzwerke zu erforschen. Zudem soll sie herausfinden, welcher Nerv den Menschen zum Blinzeln veranlasst, welcher Tränen hervorruft und welcher uns sagt, dass unser Auge schmerzt. Matynia und ihr Team verwenden fortschrittliche bildgebende Verfahren, untersuchen Gene und nutzen Computer, um die Hornhautnerven zu kartieren. Auch wollen die Wissenschaftler klären, welche Nerven direkt mit dem Auge und wie alle miteinander verbunden sind. Darüber werden sie eine detaillierte Karte erstellen. „Diese Arbeiten werden entscheidende Hinweise für das Verständnis der Struktur und Funktion der Hornhaut liefern und zu einer noch nie dagewesenen Kartographie führen“, so Matynia. „Die Fortschritte aus dieser Arbeit werden ein tieferes Verständnis der verwandten Pathobiologie ermöglichen, einschließlich neuropathischer Augenschmerzen und Erkrankungen des Trockenen Auges, die die Grundlage für zukünftige translationale und klinische Forschung bilden werden.“ Zu Matynias Team gehören auch Daniel R. Saban von der Duke University, Durham, USA, und Victor Perez von der University of Miami, Coral Gables, USA.
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