Keratitis: Neue Studie zielt auf die Bekämpfung von Sehschäden durch Diabetes13. Mai 2024 Symbolbild© _KUBE_-stock.adobe.com Prof. Fu-Shin Yu, Professor für Augenheilkunde, Seh- und Anatomiewissenschaften an der Wayne State University School of Medicine, USA, hat vom National Eye Institute der National Institutes of Health eine Forschungsförderung für seine Arbeit erhalten, die darauf abzielt, die nachteiligen Auswirkungen von Diabetes auf das Sehvermögen umzukehren. Der Fünfjahreszuschuss in Höhe von 2,2 Mio Dollar kommt Yus Forschungsarbeit „Role of Programmed Cell Death Pathways in Bacterial Keratitis“ zugute. Innerhalb der Studie sollen biologische Prozesse untersucht werden, die zu Defekten in der Immunreaktion in den Augen von Diabetikern beitragen. Zudem sollen Methoden zu deren Umkehrung ermittelt werden. „Die Hornhaut, die sich an der Vorderseite des Auges befindet, ist unser Schwerpunkt“, erzählt Yu und fügt hinzu: „Wir wollen verstehen, warum Diabetiker anfälliger für Keratitis, also Hornhautentzündungen, sind. Warum schreitet die Krankheit bei diesen Patienten schneller voran, und warum sind sie resistenter gegen Behandlungen? Bei Diabetikern ist die Wahrscheinlichkeit einer Hornhautinfektion um etwa 30 Prozent höher.“ Die Forschungsgruppe um Yu arbeitet mit Mausmodellen sowohl für Typ-1- als auch für Typ-2-Diabetes und Pseudomonas aeruginosa als Modellpathogen. „Wir haben Hinweise darauf gefunden, dass Mäuse anfälliger für Hornhautinfektionen sind“, erklörtert Yu. „Unser Ansatz besteht darin, Proben von infizierten Hornhäuten von Mäusen mit ähnlichem Schweregrad zu analysieren. Wir schauen uns die RNA-Sequenzen in den Proben an, vergleichen den Verlauf der Infektion und identifizieren die Signalwege, also die biologischen Prozesse. Indem wir normale Wege mit diabetischen Wegen vergleichen, können wir potenzielle Behandlungsmöglichkeiten erforschen.“ Im Mai 2023 bestätigten die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) 81 Fälle eines arzneimittelresistenten Pseudomonas aeruginosa-Stammes in 18 Bundesstaaten der USA. Die Infektion mit diesem resistenten Bakterium führte laut CDC zu vier Todesfällen, 14 Fällen von Sehkraftverlust und vier Fällen von Enukleation. Zudem waren laut CDC im Jahr 2018 bereits etwa 34,2 Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten – etwa 10,5 Prozent der Bevölkerung des Landes – an Diabetes erkrankt. Dies unterstreiche die dringende Notwendigkeit, die Mechanismen besser zu verstehen, die der erhöhten Anfälligkeit und Schwere der bakteriellen Keratitis bei Diabetikern zugrunde liegen. „Der Verlust der Sehkraft kann beeinträchtigend sein, und Diabetes, der zum Verlust der Sehkraft beiträgt, ist eine Krankheit, die unzählige Menschen betrifft“, bekräftigt Dr. Ezemenari M. Obasi, Vizepräsident für Forschung an der Wayne State University. „Dr. Yu und andere Forscher der Wayne State University befassen sich mit vielen Themen, die jetzt und in der Zukunft erhebliche Auswirkungen auf das Leben der Menschen haben können. Es ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie die Wayne State University eine einzigartige und einflussreiche Rolle in Detroit und darüber hinaus spielt, indem sie die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Gemeinden fördert.“
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