Ketogene Diät verhindert frühen Gedächtnisverlust bei Mäusen4. April 2024 Foto: © bit24 – stock.adobe.com Eine neue Studie von Forschern der University of California in Davis, USA, zeigt, dass eine ketogene Diät die frühen Stadien des Alzheimer-bedingten Gedächtnisverlustes bei Mäusen deutlich verzögert. Dieser frühe Gedächtnisverlust ist mit der leichten kognitiven Beeinträchtigung beim Menschen vergleichbar, die der vollständigen Alzheimer-Krankheit vorausgeht. In einer früheren Studie hatten die Forscher herausgefunden, dass Mäuse mit einer ketogenen Diät um 13 Prozent länger lebten als Kontrollmäuse. In der neuen Studie, die an diese Forschungsarbeiten anknüpft, stellten sie fest, dass das Molekül Beta-Hydroxybutyrat (BHB) eine entscheidende Rolle dabei spielt, den frühen Gedächtnisverlust zu verhindern. Es stieg unter der ketogenen Diät fast um das Siebenfache an. „Die Daten stützen die Idee, dass die ketogene Diät im Allgemeinen und BHB im Besonderen leichte kognitive Beeinträchtigungen verzögert und möglicherweise auch die Alzheimer-Krankheit hinauszögert“, erklärte Mitautor Gino Cortopassi, Biochemiker und Pharmakologe an der UC Davis School of Veterinary Medicine. „Die Daten sind jedoch kein Hinweis oder Beleg dafür, dass dies vollständig vor Alzheimer-Demenz schützt.“ Die Wissenschaftler gaben Mäusen ausreichend BHB, um die Vorteile einer siebenmonatigen Keto-Diät zu simulieren. „Wir beobachteten erstaunliche Fähigkeiten von BHB, die Funktion von Synapsen zu verbessern. Wenn die Nervenzellen besser miteinander verbunden sind, verbessern sich die Gedächtnisprobleme bei leichter kognitiver Beeinträchtigung“, sagte die Koautorin Izumi Maezawa, Professorin für Pathologie an der UC Davis School of Medicine. Andere kognitive Verbesserungen Die Forscher fanden heraus, dass die Mäuse mit ketogener Diät einen signifikanten Anstieg der biochemischen Pfade aufwiesen, die mit der Gedächtnisbildung zusammenhängen. Die Keto-Diät schien weiblichen Tieren zudem mehr zu nützen als männlichen und führte zu einem höheren BHB-Spiegel bei den weiblichen Tieren. „Wenn diese Ergebnisse auf den Menschen übertragbar wären, könnte das interessant sein, da Frauen, insbesondere solche mit der Genvariante ApoE4, ein deutlich höheres Risiko für Alzheimer haben“, erklärte Cortopassi.
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