KI auf Intensivstationen: Als zweite Klinik setzt Universitätsklinikum Freiburg auf neue Technologie nach Herz-OPs3. Mai 2023 Foto: ©wladimir1804 – stock.adobe.com Die Berliner x-cardiac GmbH freut sich, das Universitätsklinikum Freiburg als zweiten Pilotkunden für die auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierende Software x-c-bleeding zur Vorhersage von schweren Blutungskomplikationen nach Herzoperationen gewonnen zu haben. Schwere Nachblutungen und akutes Nierenversagen zählen mit zu den gefährlichsten Komplikationen nach Operationen am Herzen oder den herznahen Gefäßen. Umso wichtiger ist es, diese Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Behandlungsmaßnahmen einzuleiten. Die x-cardiac GmbH entwickelt KI-basierte Software, die auf Basis gespeicherter und anonymisierter Daten von mehreren Zehntausend Patientinnen und Patienten zur Früherkennung von Komplikationen nach Herz-OPs trainiert wurde. „x-cardiac ist stolz darauf, mit dem Universitätsklinikum Freiburg einen so renommierten Partner gewonnen zu haben, der unsere Technologie im klinischen Alltag einsetzen wird, nachdem x-c-bleeding bereits am Deutschen Herzzentrum der Charité (DHZC) zum Einsatz kommt“, sagt Geschäftsführer Oliver Höppner. Mitbegründer des Unternehmens ist der DHZC-Mediziner Prof. Alexander Meyer. Dieser betont die vielseitige Anwendbarkeit der Technologie. Mir der x-cardiac AI-Factory sei man in der Lage, schnell und effizient zugelassene Medizinprodukte für verschiedene Fachdisziplinen zu entwickeln. Laut Unternehmensangaben befinden sich bereits weitere interessierte Herzzentren in der Vertriebspipeline, während kontinuierlich an der Entwicklung und Zertifizierung der nächsten Produktgeneration gearbeitet werde. Diese soll nicht nur postoperative Nachblutungen vorhersagen, sondern auch das akute Nierenversagen nach Herzoperationen thematisieren. x-cardiac wurde Ende 2020 mit Unterstützung des DHZB (heute DHZC), des Berlin Institute of Health (BIH) und der Charité-Universitätsmedizin Berlin gegründet. Das Medizinprodukt x-c-bleeding erfüllt alle Anforderungen zur Förderfähigkeit als klinisches Entscheidungsunterstützungssystem im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG), mit dem das Bundesgesundheitsministeriums die Digitalisierung in deutschen Krankenhäusern mit insgesamt bis zu 4,3 Milliarden Euro fördert.
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