Kinder und Hunde – Tipps zum richtigen Umgang23. Februar 2022 Abb.: © Matthias Moser/VetMedUni Um ein reibungsloses und stressfreies Miteinander von Kindern und Hunden zu ermöglichen, bedarf es an Wissen – nicht nur über das Wesen von Kindern, sondern auch über jenes von Hunden. Vereinbarte Strukturen und klare Regeln helfen dabei und geben zusätzlich Sicherheit. Die Infografik „Tipps fürs Tier – Kinder und Hunde” der Vetmeduni veranschaulicht Grundregeln für ein sicheres Zusammensein. Dreamteam Kinder und Hunde Die bloße Anwesenheit eines Hundes lässt Kinder konzentrierter, ruhiger und weniger aggressiv werden. Haben Kinder beim Aufwachsen eine starke Bindung zu ihrem Heimtier, entwickeln sie mehr Empathie und eine höhere Sozialkompetenz. Positiver Effekt auf Kinder In Anwesenheit eines Hundes: weniger Aggressionenerhöhte Aufmerksamkeit, bessere LernerfolgeAnti-Stress-EffektAusschüttung von Oxytocin: stärkt Vertrauen und fördert soziale Bindungen Durch Zusammenleben mit eigenem Hund: mehr Empathiemehr Sozialkompetenz Regeln und Strukturen Gemeinsam mit ihren Kindern sollten Eltern jedoch klare Regeln und Strukturen vereinbaren. Aus der Forschung im Bereich der Unfallprävention weiß man, dass alleine Regeln zu lernen nicht hilft. Kinder müssen diese laufend üben und richtige Verhaltensweisen wiederholen. Unterstützt wird das Lernen durch Nachahmung. Es ist also wichtig, dass Erwachsene und HundehalterInnen mit gutem Vorbild vorausgehen. Klare Regeln Regel 1: Nicht beim Fressen störenStör den Hund nicht beim Fressen, du möchtest beim Essen auch nicht gestört werden. Regel 2: Nicht umarmenDie meisten Kinder möchten nicht festgehalten werden. Die meisten Hunde mögen Umarmungen nicht und noch weniger, wenn sie richtig umklammert werden. Regel 3: Spielzeug nicht wegnehmenSpielzeug nicht wegnehmen. Nimm dem Hund Spielzeug und Knochen nicht weg, du möchtest auch nicht, dass dir deine Spielsachen weggenommen werden. Regel 4: Runter vom HundSteige oder setze dich nicht auf den Hund. Du magst es auch nicht, wenn jemand auf dir herumtrampelt. Regel 5: Nicht schreienHunde hören viel besser als wir Menschen. Vermeide es, zu brüllen oder zu lärmen. Auch Menschen wollen nicht angeschrien werden. Regel 6: Nicht zu naheVermeide nahen Kontakt mit deinem Gesicht zur Hundeschnauze. Auch für Menschen ist sehr naher Kontakt oft unangenehm. Regel 7: Nicht ärgernNiemand mag es, an Haaren, Ohren oder anderen Körperteilen gezogen zu werden! Auch der Hund nicht. Kind und Hund immer beaufsichtigen (Klein-)Kinder verstehen Signale des Hundes nicht! Orientierung hauptsächlich am Kopf/GesichtKnurren wird häufig für Lachen gehaltenKinder können frühestens ab 4 Jahren Empathie empfindenGefahrenbewusstsein ist wenig ausgeprägt Vertrautheit kann täuschen 85% der Bissunfälle ereignen sich mit Hunden, die das Kind bereits kennt.HundehalterInnen erkennen seltener Angstsignale der Hund-Kind-Interaktion als Nicht-HundehalterInnen! Wir empfehlen Wissen erweitern: Körpersprache von Hunden lesen lernenDie besondere Wahrnehmung von Kindern verstehenSupervision und BetreuungRichtiges Verhalten vorleben, laufend aufklärenKind und Hund niemals unbeaufsichtigt lassenPräventionsmaßnahmen treffen, wenn nötig Ruhepausen verordnen Infografik: Grafik: Matthias MoserRedaktionelle Aufbereitung: Julietta StudenyFachlicher Input: Karl Weissenbacher (Prüf- und Koordinierungsstelle Assistenzhunde und Therapiebegleithunde, Messerli Forschungsinstitut) und Christine Arhant (Institut für Tierschutzwissenschaften und Tierhaltung)
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