Klinik-Codex: „Medizin vor Ökonomie“21. März 2018 © sudok1 – fotolia.com Der Vorstand der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) teilt mit, dass er sich für die Dermatologie einstimmig zum „Klinik-Codex“ bekannt hat. “Die Patientenversorgung an den Kliniken in Deutschland gerät zunehmend unter den Druck, ärztliches und pflegerisches Handeln betriebswirtschaftlicher Nutzenoptimierung unterzuordnen”, betont die DDG in einer Presseerklärung. Hintergrund seien das Finanzierungssystem der Krankenhäuser („Diagnosis Related Groups“) und die unzureichende Erfüllung ihrer Investitionsverpflichtungen durch die Bundesländer. Patientinnen und Patienten erführen allenthalben den zunehmenden, ökonomisch erzwungenen Personalmangel an den Kliniken. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin, so erinnert die DDG, habe sich und ihre Mitglieder in einem „Klinik-Codex“ daher dazu verpflichtet, die Medizin vor die Ökonomie zu stellen. Nun habe der Vorstand der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft als wissenschaftliche Fachgesellschaft der deutschsprachigen Dermatologen den „Klinik-Codex“ mit Zustimmung zur Kenntnis genommen und sich einstimmig für die Dermatologie dazu bekannt. “Es wird Aufgabe der medizinischen Fachgesellschaften in Deutschland sein, auf die Bedrohung der ärztlichen und pflegerischen Versorgung an deutschen Kliniken durch ökonomische Fehlentwicklungen hinzuweisen und auf Abhilfe zu drängen”, betont die DDG und zitiert den Leitsatz des „Klinik-Codex“: „Wir werden unsere ärztliche Heilkunst ausüben, ohne uns von wirtschaftlichem Druck, finanziellen Anreizsystemen oder ökonomischen Drohungen dazu bewegen zu lassen, uns von unserer Berufsethik und den Geboten der Menschlichkeit abzuwenden.“ Klinik Codex: Medizin vor Ökonomie
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