Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie am Universitätsklinikum Freiburg unter neuer Leitung15. September 2023 Prof. Tobias Feuchtinger leitet seit September 2023 die Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie am Universitätsklinikum Freiburg. Bildquelle: Universitätsklinikum Freiburg/Britt Schilling Prof. Tobias Feuchtinger ist seit 1. September 2023 Ärztlicher Direktor der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie des Universitätsklinikums Freiburg. Nach Studium und Facharztausbildung forschte Feuchtinger zunächst an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen, bevor er ab 2015 die kinderonkologische Abteilung am Dr. von Haunerschen Kinderspital der Ludwig-Maximilians-Universität München leitete. Am Universitätsklinikum Freiburg erforscht Feuchtinger neue Therapieansätze und kümmert sich mit einem interdisziplinären Team um Säuglinge, Kinder und Jugendliche mit Krebserkrankungen, Erkrankungen des Blutes und des Immunsystems. Er folgt auf Prof. Charlotte Niemeyer, die die Klinik seit 2001 leitete. Das Immunsystem im Kampf gegen den Krebs nutzen In seiner Forschung befasst sich Feuchtinger mit den Reaktionen des Immunsystems auf Krebserkrankungen bei Kindern. „In der Kinderonkologie haben wir bereits sehr gut wirksame Chemotherapien, mit denen die Mehrheit der erkrankten Kinder und Jugendlichen langfristig gesund wird“, sagt der Kinderonkologe. Für diejenigen, bei denen das nicht funktioniert, können Immuntherapien eine lebensrettende Alternative sein. Sie versetzen das körpereigene Immunsystem beispielsweise mithilfe im Labor gezielt veränderter sogenannter CAR-T-Zellen in die Lage, Krebszellen zu erkennen und aus eigener Kraft zu zerstören. Die Abwehr gezielt unterstützen Bei bestimmten Formen der Leukämie ist eine Stammzelltransplantation eine wichtige Therapie, bei der das erkrankte Knochenmark zerstört und gesunde Spenderstammzellen übertragen werden. Allerdings müssen dafür die Abwehrmechanismen des Immunsystems der Empfänger gezielt unterdrückt werden. Feuchtinger forscht darum an einer parallelen Übertragung von virusspezifischen T-Zellen aus dem Blut gesunder Stammzellspender, womit eine Immunabwehr gegen einzelne Virusinfektionen geschaffen würde. „Mein Ziel ist es, neue Zell- und Immuntherapien für Kinder mit Krebserkrankungen zu entwickeln. Daran arbeiten wir auf allen Stufen: von der Grundlagenforschung über präklinische Modelle bis hin zu Zulassungsstudien“, sagt Feuchtinger. „Wir wollen, dass unsere jungen Patientinnen und Patienten möglichst schnell von den neuesten, gesicherten Erkenntnissen profitieren.“
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