Kliniken veröffentlichen Geburtsstatistiken von 202212. Januar 2023 Foto: © Aliaksei Lasevich – stock.adobe.com Das Dresdner Uniklinikum, die Medizinische Hochschule Hannover und das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein haben ihre Geburtsstatistiken für 2022 veröffentlicht. Daten gibt es zudem von der Nutricia Geburtenliste. In der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden wurden 2022 insgesamt 2.333 Geburten durch das aus Hebammen sowie den Expertinnen und Experten der Gynäkologie, Kinder- und Jugendmedizin, Kinderkrankenpflege sowie Anästhesiologie bestehende Team betreut. Dabei kamen 2.414 Babys zur Welt. Darunter sind 76 Zwillingsgeburten sowie je eine Drillingsgeburt (2022: 2) und eine Vierlingsgeburt. Die insgesamt recht stabile Entwicklung der Geburtenzahlen ist ein Vertrauensbeweis junger Eltern in die Hochschulmedizin Dresden. Zum Jahreswechsel haben sich H. und M. im Kreißsaal der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden die Klinke in die Hand gegeben: Am 1. Januar 2023 erblickte M. (52 Zentimeter / 3.490 Gramm) um 3.34 Uhr das Licht der Welt. Er folgte auf H., die am 31. Dezember um 20.00 Uhr geboren wurde. Als Krankenhaus der Maximalversorgung und als einziges ostsächsisches Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe bietet das Uniklinikum ein hocherfahrenes Team mit großer Expertise verbunden mit einer opti-malen Ausstattung und richtungsweisenden Präventionsprojekten. Die kontinuierlich hohen Zahlen der Uni-Frauenklinik spiegeln wider, dass den Müttern und Paaren die maximale Sicherheit vor, während und nach der Geburt sehr am Herzen liegt. „Die Geburt eines Kindes so natürlich und schön wie möglich zu erleben und dabei sich in guten Händen zu wissen – das schätzen werdende Eltern an der Versorgung in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Dresdner Uniklinikum“, sagt Prof. Pauline Wimberger, Direktorin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Basis dafür ist der geburtshilfliche Bereich mit fünf Entbindungsräumen, die über unterschiedliche Gebärlandschaften verfügen, ein Wehenzimmer sowie zwei Vorwehenzimmer. Zur Ausstattung gehört zudem eine spezielle Wanne für Entspannungsbäder beziehungsweise Wassergeburten. Viele werdende Mütter fühlen sich in der Geburtshilfe des Uniklinikums sehr gut versorgt und vertrauen auf die Expertise der Hebammen, Ärzte und Pflegekräfte: 2022 wurden 2.414 Neugeborene registriert. „Die Geburtszahlen belegen, dass das Vertrauen der werdenden Eltern in das Uniklinikum auch in dieser schwierigen Zeit unverändert hoch bleibt. Das freut uns sehr!“, so Prof. Wimberger weiter. „Uns als Team ist es ein Herzensanliegen, dass wir unseren schwangeren Patientinnen kontinuierlich die bestmögliche medizinische Versorgung anbieten“, sagt Prof. Cahit Birdir. Der leitende Oberarzt verantwortet nicht nur den Kreißsaal, sondern auch die Intensivschwangerenberatung der Dresdner Uni-Frauenklinik. In diesem Rahmen erhalten werdende Mütter bereits ab der Frühschwangerschaft eine umfassende Betreuung mit allen verfügbaren Diagnoseverfahren. Das Team steht dabei insbesondere Müttern mit Risikoschwangerschaften zur Seite, die so von einer kontinuierlichen Versorgung bis zur Geburt profitieren. Das Uniklinikum übernimmt im Raum Dresden und Ostsachsen die Funktion eines Perinatalzentrums der höchsten Versorgungsstufe, relevant bei Risiko- aber auch Mehrlingsschwangerschaften. Dabei kümmern sich die Mediziner nicht nur um die Mütter in der Schwangerschaft, sondern versorgen auch zu früh oder krank geborene Babys. Interdisziplinäre Strukturen optimieren die Versorgung Nachdem die fachlichen und strukturellen Gegebenheiten bei der klinischen Betreuung von Schwangeren sowie zu früh oder krank geborener Kinder in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter optimiert werden konnten, ist in den vergangenen Jahren die Prävention stärker in den Vordergrund getreten. Hierfür hat das Zentrum für feto/neonatale Gesundheit am Dresdner Uniklinikum richtungsweisende Projekte entwickelt. So wurden in einem Pilotprojekt insgesamt 1.000 Frauen mit einer Risikoschwangerschaft im „Feto-Neonatalen Pfad“ institutions- und fachübergreifend betreut. Dieser Pfad soll vor allem schwangere Frauen mit einem erhöhten Risiko für Präeklampsie oder einer Wachstumsverzögerung des ungeborenen Kindes engmaschig begleiten. Diese besondere Versorgung von Risikoschwangeren hat das Universitätsklinikum Dresden zusammen mit seinen Partnern, dem Universitätsklinikum Jena sowie den Krankenkassen Barmer und AOK Plus in den vergangenen dreieinhalb Jahren erprobt und dabei Daten für die Evaluation erhoben. So soll der Weg zur Aufnahme des Angebots in die Regelversorgung von Risikoschwangeren geebnet werden. Finale Ergebnisse dafür werden noch in diesem Jahr vorliegen. 2.749 Kinder kamen 2022 in der MHH zur Welt So viel Familienglück: Insgesamt 2.749 Babys erblickten im Jahr 2022 in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Medizinischen Hochschule (MHH) das Licht der Welt. Davon waren 1.295 Mädchen.113 Familien konnten sich über Zwillinge freuen, fünf sogar über Drillinge. Mit der Gesamtzahl der Neugeborenen lag die Klinik damit etwas unter dem Niveau der Vorjahre. 2021 waren in der MHH 2.957 Kinder geboren worden. Eines der ersten neugeborenen Babys 2023 war L.. Er kam am 1. Januar um 5.50 Uhr zur Welt und brachte gut 3.800 Gramm auf die Waage. Die Eltern sind begeistert von dem Kleinen. Besuch von Geschwistern wieder möglich Das Abflauen der Corona-Pandemie wirkte sich auch auf die Abläufe im Kreißsaal und auf der Mutter-Kind-Station 82 aus. Während 2020 und 2021 werdende Mütter und ihre Familien sowie Hebammen, Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte mit strengen Corona-Regeln und entsprechenden Einschränkungen zurechtkommen mussten, konnten die Maßnahmen im Laufe des Jahres 2022 deutlich gelockert werden. „Das erleichterte die Situation für alle Beteiligten“, stellt Halina Lewinski, Kreißsaalleitung, fest. So darf beispielsweise die Begleitperson jetzt wieder von Geburtsbeginn an mit in den Kreißsaal. Außerdem wurden die Besuchszeiten auf der Mutter-Kind-Station 82 verlängert, und Geschwisterkinder sind wieder zum Besuch zugelassen. Über die detaillierten aktuellen Regelungen können Interessierte sich unter https://corona.mhh.de/besuch informieren. Die Einschränkungen während der Pandemie hatten aber auch positive Effekte, wie Kreissaalleiterin Lewinski berichtet. „Die Mütter hatten mehr Zeit und Ruhe für ihre Neugeborenen und um sie zu stillen“, betont Halina Lewinski. „Die Babys waren entspannter.“ Höchstmögliche Versorgungsstufe für Mutter und Kind Die MHH ist ein Perinatalzentrum Level 1. Im Jahr 2022 wurde dieses Zertifikat in einem Überwachungsaudit erneut bestätigt: Die MHH erfüllt alle räumlichen, technischen und personellen Anforderungen der höchstmöglichen Versorgungsstufe. In der Praxis bedeutet das beispielsweise, dass Entbindungsstation, Kinderchirurgie und Neugeborenen-Intensivstation miteinander verbunden sind und ständig eine Neugeborenen-Notärztin oder ein -Notarzt vor Ort ist. Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) sind im vergangenen Jahr 3959 Kinder zu Welt gekommen. Damit sei das UKSH das geburtenstärkste Klinikum in Schleswig-Holstein und stehe bundesweit unter den ersten zehn, teilte das Klinikum am Montag den 16. Januar mit. Am Standort Kiel wurden 2053 Kinder geboren, 5,8 Prozent mehr als 2021. Am Campus Lübeck kamen 1906 Kinder zur Welt, eine Steigerung von gut zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Geburtsstationen an Krankenhäusern in Schleswig-Holstein ist aber rückläufig. Nutricia Geburtenliste 2022 Die Nutricia Geburtenliste 2022 vermerkt für das vergangene Jahr insgesamt 710.933 Geburten in den deutschen Kliniken. Damit sank die Geburtenanzahl im Vergleich zum Vorjahr (765.686 gemeldete Geburten) um 7,2 Prozent. Zur Erhebung der Geburtenanzahlen führt der wissenschaftliche Außendienst von Nutricia seit knapp 25 Jahren jährlich eine Abfrage bei den einzelnen Kliniken durch. Für 2022 meldeten die einzelnen Klinikhäuser insgesamt 710.933 Geburten. Die meisten Geburten gab es in der Stadt Berlin, gefolgt von Hamburg und München. In Berlin lag die Geburtenanzahl bei 36.633, in Hamburg bei 23.025 und in München bei 21.120. Spitzenreiter in den 10 größten Städten Deutschlands In Berlin gab es die meisten Geburten im Sankt Joseph Krankenhaus, welches 3.982 Geburten meldete. In Hamburg meldete die Asklepios Klinik Altona mit 3.477 Geburten die höchste Geburtenrate. Mit 3.047 Geburten verzeichnete die Frauenklinik des Rotkreuzklinikums München die meisten Geburten in München. In Köln meldete das Universitätsklinikum Köln die meisten Geburten (1.997 Geburten), in Frankfurt am Main das Bürgerhospital Frankfurt am Main (4.205), in Stuttgart das Klinikum Stuttgart (2.939) und in Düsseldorf das Florence-Nightingale-Krankenhaus (3.190). In Leipzig verzeichnete das Sankt Elisabeth Krankenhaus Leipzig (2.300) die meisten Geburten und in Dortmund das Klinikum Dortmund (2.491). In Essen gab es mit 2.922 die meisten Geburten im Elisabeth-Krankenhaus Essen. Erhebung der Geburtenliste seit knapp 25 Jahren Die Nutricia Geburtenliste beruht auf den von den Kliniken gemeldeten Geburten. Alle Angaben sind unverbindlich und ohne Gewähr. Bezogen auf die absoluten Zahlen weicht die Geburtenliste leicht von der Geburtenstatistik des Statistischen Bundesamtes ab. Dies liegt an den unterschiedlichen Erhebungsweisen: Nutricia erfasst die Anzahl der Geburten in den Kliniken, während das Statistische Bundesamt die Anzahl aller Neugeborenen erfasst. Letzteres schließt zum Beispiel auch Geburten in Geburtshäusern und Hausgeburten mit ein. Bei Betrachtung der jährlichen, prozentualen Entwicklung der Geburten liegen die Ergebnisse von Nutricia allerdings sehr nah an denen des Statistischen Bundesamtes. Aus diesem Grund führt der wissenschaftliche Außendienst von Nutricia die Umfrage auch seit 1999 jährlich durch.
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