Klinische Studien: Chance für Patienten – Motor für medizinischen Fortschritt20. März 2026 Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) wirbt für die Teilnahme an klinischen Studien in der Augenheilkunde. Gemeinsam mit einem breiten Bündnis aus Forschung, Industrie und Patientenorganisationen hat die DOG dafür Anfang Februar eine Social-Media-Kampagne gestartet.(Symbolbild)Bild:bearsky23-stock.adobe.com Anfang Februar ist die Social-Media-Kampagne „Für mehr Sehen. Entdecke das Potenzial klinischer Studien.“ gestartet. Mit der Initiative möchten die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) sowie ein breites Bündnis aus Forschung, Industrie und Patientenorganisationen über die Inhalte, die Abläufe und die Bedeutung klinischer Studien informieren. Die Kampagne soll zudem aufzeigen, welche Chancen eine Teilnahme für die Patientinnen und Patienten bietet. Denn neue Behandlungen gelangen nur dann in die Versorgung und zu den Betroffenen, wenn ihre Wirksamkeit und Sicherheit zuvor in Studien eingehend geprüft wurden. Gleichzeitig können Studienteilnehmende selbst profitieren – etwa durch eine enge medizinische Begleitung, den Zugang zu innovativen Therapien und strukturierte Untersuchungen. Klinische Studien sind ein zentraler Bestandteil moderner Medizin. Mit ihnen prüfen Forschende, ob neue Behandlungsverfahren wirksam sind und sicher angewendet werden können. Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, können neue Therapien in die reguläre Versorgung aufgenommen werden. „Ohne klinische Studien gibt es keinen gesicherten Fortschritt“, betont Prof. Katrin Lorenz, Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft DOG-AG Klinische Studienzentren in der DOG. „Nur wenn neue Ansätze geprüft und bestehende Therapien unter klar definierten Bedingungen weiterentwickelt werden, können Patientinnen und Patienten langfristig davon profitieren“, erläutert die Oberärztin und Leiterin des Klinischen Studienzentrums an der Augenklinik der Universitätsmedizin Mainz. Teilnahme als Schlüssel zur Umsetzung Damit klinische Studien durchgeführt werden können, braucht es jedoch ausreichend Teilnehmende – nur so lassen sich belastbare Aussagen zur Wirksamkeit und Sicherheit neuer Verfahren treffen. „Die Bereitschaft zur Teilnahme ist entscheidend“, erklärt Dr. Tobias Peters, Sprecher der DOG-AG Klinische Studienzentren und Leitung der Studienzentrale Auge und Ohr am Universitätsklinikum Tübingen. „Wenn nicht genügend Patientinnen und Patienten mitwirken, können wichtige Fragestellungen nicht beantwortet werden.“ Probanden klinischer Studien erhalten gründliche Betreuung Für Studienteilnehmende kann der Einschluss in eine Studie große persönliche Vorteile bieten. „Sie werden im Rahmen der Studie regelmäßig untersucht und medizinisch auf höchstem Niveau begleitet“. Gleichzeitig leisten Probanden einen Beitrag dazu, neue Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln. „Wer an einer Studie teilnimmt, hilft dabei, den wissenschaftlichen Fortschritt voranzubringen und zukünftige Therapien möglich zu machen“, betont Peters. Interessierte fragen am besten nach, welche Studien an nahegelegenen Augenkliniken laufen und ob sie die Einschlusskriterien erfüllen. Breites Bündnis für mehr Aufmerksamkeit Die Kampagne, die im Internet, auf Instagram und Facebook läuft, geht von der Arbeitsgemeinschaft DOG-AG Klinische Studienzentren aus. Innerhalb dieser Arbeitsgemeinschaft hat sich ein Bündnis aus Vertreterinnen und Vertretern der Wissenschaft, von Patientenorganisationen und der Industrie zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist es, die Aufmerksamkeit für klinische Studien zu erhöhen und verständlich über deren Ablauf und Bedeutung zu informieren. „Wir verfolgen ein gemeinsames Anliegen: den wissenschaftlichen Fortschritt in der Augenheilkunde zu stärken“, so Lorenz. Die DOG-AG Klinische Studienzentren koordiniert die Umsetzung der Kampagne.
Mehr erfahren zu: "Kliniken wollen mehr Zuzahlung der Patienten" Kliniken wollen mehr Zuzahlung der Patienten Viele Krankenhäuser befinden sich in finanzieller Schieflage. Der Verbandschef hofft auf mehr Geld – nicht nur von der Politik.
Mehr erfahren zu: "KBV klagt gegen Kürzungen psychotherapeutischer Leistungen" KBV klagt gegen Kürzungen psychotherapeutischer Leistungen Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) will gegen den Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses (EBA), die Vergütung für psychotherapeutischen Leistungen um 4,5 Prozent zu kürzen, Klage einreichen. Das kündigte KBV-Chef Dr. Andreas Gassen […]
Mehr erfahren zu: "Bodycams in der Notaufnahme – Schutz oder Risiko? " Bodycams in der Notaufnahme – Schutz oder Risiko? Bodycams haften längst an vielen Uniformen von Polizisten oder Ordnungskräften. Nun testet eine Klinik, ob die Kittel-Kamera die Notaufnahmen sicherer macht. Experten fürchten Nebenwirkungen der Bodycams in Notaufnahmen.