Körperliche Aktivität verlängert Leben bei kardiovaskulären Erkrankungen

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Menschen mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung (CVD) profitieren stärker von körperlicher Aktivität als Gesunde ohne CVD, so das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung.

Dr. Sang-Woo Jeong von der Seoul National University in Südkorea und seine Kollegen hatten den Effekt von körperlicher Freizeitaktivität auf die Mortalität in der Primär- und Sekundärprävention verglichen. Dazu hatten sie in ihre Studie 131.558 Probanden mit CVD und 310.240 Probanden ohne CVD aus einer bevölkerungsbezogenen Kohorte einbezogen. Die körperliche Freizeitaktivität war anhand von Fragebögen mit Angaben der Patienten erhoben worden.

Die Studienteilnehmer wurden über im Median 5,9 Jahre nachbeobachtet. In beiden Gruppen konnten die Autoren einen umgekehrten Zusammenhang zwischen der körperlichen Aktivität und dem Mortalitätsrisiko beobachten. Dabei zeigte sich, dass der Nutzen in der Gruppe mit Sekundärprävention größer war als in jener mit Primärprävention: Jeder Anstieg der körperlichen Aktivität um 500 MET*-min/Woche verringerte die Mortalität in den Gruppen mit Sekundär- bzw. Primärprävention um 14% bzw. 7% (p(Interaktion) <0,001).

Während Personen ohne CVD von 1–500 MET-min körperlicher Aktivität/Woche am meisten profitierten, setzte sich der Nutzen bei Personen mit CVD über 500–1000 MET-min/Woche hinaus fort. Das adjustierte Mortalitätsrisiko von körperlich sehr aktiven Personen mit CVD (≥1000 MET-min/Woche) erwies sich als vergleichbar oder niedriger als das ihrer Pendants ohne CVD.

Fazit
Personen mit CVD können in größerem Maße von körperlicher Aktivität profitieren als gesunde Probanden ohne CVD. (sf)

Autoren: Jeong SW et al.
Korrespondenz: Si-Hyuck Kang; [email protected]
Studie: Mortality reduction with physical activity in patients with and without cardiovascular disease
Quelle: Eur Heart J 2019;40(43):3547–3555.
Web: https://doi.org/10.1093/eurheartj/ehz564

*Metabolic Equivalent Task