Körperliches Training verbessert Knochengesundheit

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Ziel eines Reviews kanadischer Forscher war es, Zusammenhänge zwischen körperlicher Aktivität und Knochengesundheit zu untersuchen, wobei der Schwerpunkt auf Beobachtungsstudien zu Frakturereignissen und randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) zu Interventionen von körperlicher Aktivität bei Erwachsenen >40 Jahren lag.

Eine erhöhte körperliche Aktivität ist mit einem um 1–40% niedrigeren Risiko für Hüftfrakturen und allgemeinen Frakturen verbunden. Die primäre Einschränkung der Studien bezieht sich auf den Gesundheitszustand der Probanden, denn gesunde Menschen sind eher sportlich und weniger anfällig für Frakturen.

Zwar gibt es keine ausreichend aussagekräftige RCTs in denen der Zusammenhang zwischen Sport und Frakturergebnissen untersucht wurde, allerdings gibt es Hinweise darauf, dass einige Sportarten Stürze und Knochenschwund verhindern können. Metaanalysen unterstützen zudem die Wirksamkeit von Sport zur Frakturprävention.

Fazit
RCTs und Metaanalysen deuten darauf hin, dass Programme, die gewichtsbelastende Übungen mit mäßigen oder hochintensiven progressiven Widerstandsübungen kombinieren, die Knochenmasse erhalten oder verbessern und Frakturen verhindern können. Außerdem zeigten die Studien, dass funktionelles Kraft- und Gleichgewichtstraining Stürze verhindern kann. (rl)

Autoren: Cauley JA et al.
Korrespondenz: [email protected]
Studie: Physical activity and skeletal health in adults
Quelle: Lancet Diabetes Endocrinol2020;8(2):150–162.
Web: https://doi.org/10.1016/S2213-8587(19)30351-1