Kombinationspille wirksam gegen Bluthochdruck16. Januar 2025 © DavisShared/peopleimages.com – stock.adobe.com (Symbolbild) Die Kombination der Antihypertonika Telmisartan, Amlodipin und Indapamid in niedriger Dosierung in einer einzigen Tablette führt zu einer klinisch bedeutsamen Blutdrucksenkung – und das stärker als alle Zweierkombinationen der jeweiligen Wirkstoffe. Das zeigt eine aktuelle Studie in „The Lancet“. An der internationalen, randomisierten, doppelblinden, aktiv kontrollierten Studie nahmen zwischen Juli 2021 und September 2023 insgesamt 1385 Erwachsene mit Bluthochdruck aus 7 Ländern weltweit teil (Durschnittsalter 59 ±11 Jahre; 51% weiblich). Geeignete Patienten erhielten 0–3 blutdrucksenkende Medikamente und ihr systolischer Blutdruck (SBP) lag zwischen 140–179 mmHg (ohne Medikamente) und 110–150 mmHg (mit 3 Medikamenten). Der mittlere klinische Blutdruck beim Screening betrug 142/85 mmHg bei einer durchschnittlichen Einnahme von 1,6 Blutdruckmedikamenten. In einer 4-wöchigen aktiven Einführungsphase wurden die bestehenden Medikamente auf die halbe GMRx2-Dosis umgestellt (Telmisartan 20 mg, Amlodipin 2,5 mg und Indapamid 1,25 mg). Am Ende dieser Einführungsphase lagen der mittlere klinische Blutdruckwert bei 133/81 mmHg und der mittlere häusliche Blutdruckwert bei 129/78 mmHg. Die Teilnehmer wurden dann nach dem Zufallsprinzip (2:1:1:1) auf die fortgesetzte GMRx2-Halbdosis (n=551) oder die jeweiligen Zweierkombinationen ebenfalls in halber Dosierung (Telmisartan+Amlodipin [T/A; n=282], Telmisartan+Indapamid [T/I; n=276] oder Amlodipin+Indapamid [A/I; n=276]) umgestellt. In Woche 6 wurde die Dosis in allen Gruppen verdoppelt, es sei denn, es lag eine klinische Kontraindikation vor. Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war die mittlere Veränderung des häuslichen SBP vom Ausgangswert bis Woche 12. Dieser betrug in der GMRx2-Gruppe 126 mmHg und war damit niedriger als bei jeder der Zweierkombinationen: −2,5 (95%-KI −3,7 bis −1,3; p<0,0001) vs. T/I, −5,4 (95%-KI −6,8 bis −4,1; p<0,0001) vs. T/A und −4,4 (95%-KI −5,8 bis −3,1; p<0,0001) vs. A/I. Bei denselben Vergleichen betrugen die Unterschiede beim klinischen Blutdruck in Woche 12 (sekundärer Endpunkt) 4,3/3,5 mmHg, 5,6/3,7 mmHg und 6,3/4,5 mmHg (alle p<0,001). Eine Blutdruckkontrolle mit einem klinischen Zielwert von <140/90 mmHg in Woche 12 erreichten 74% der Patienten mit der Dreichfachkombination und nur 53–61% der Patienten mit den Zweierkombinationen. Zu einem Behandlungsabbruch wegen unerwünschter Ereignisse (primärer Sicherheitsendpunkt) kam es bei 11 (2%) Teilnehmern in der GMRx2-Gruppe, bei 4 (1%) in der T/I-Gruppe, bei 3 (1%) in der T/A-Gruppe und bei 4 (1%) in der A/I-Gruppe, wobei keiner der Unterschiede statistisch signifikant war. Fazit Die Dreifachkombination namens GMRx2 stellt eine neue therapeutische Option für die Behandlung von Bluthochdruck dar, und ihre Anwendung könnte zu einer erheblichen Verbesserung der Blutdruckkontrolle in der klinischen Praxis führen, folgern die Verfasser der Studie. (ah) Autoren: Rodgers A et al. Korrespondenz: Anthony Rodgers; [email protected] Studie: Efficacy and safety of a novel low-dose triple single-pill combination of telmisartan, amlodipine and indapamide, compared with dual combinations for treatment of hypertension: a randomised, double-blind, active-controlled, international clinical trial Quelle: Lancet 2024;404(10462):1536–1546. Web: https://doi.org/10.1016/S0140-6736(24)01744-6
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