Kommunikation über medizinisch ungeklärte Symptome19. April 2019 © Photographee.eu – fotolia.com Die Kommunikation zwischen Patienten und Therapeuten über anhaltende „medizinisch ungeklärte“ körperliche Symptome (MUS) ist durch Missklänge gekennzeichnet. Während die Schwierigkeiten gut dokumentiert sind, gibt es nur wenige Studien darüber, was eine hilfreiche Kommunikation auszeichnet. Eine Arbeitsgruppe aus dem US-Bundesstaat New Jersey hat daher untersucht, was die hilfreichste Kommunikation zwischen Therapeuten und Veteranen mit dem Golfkriegssyndrom, einer Form von MUS, ist. Dazu haben die Autoren 210 Veteranen mit Golfkriegssyndrom schriftlich befragt, was das Nützlichste war, das ein medizinischer Dienstleister ihnen zu ihrer Erkrankung erzählt hatte. Die Auswertung ergab, dass die häufigste hilfreiche Form der Kommunikation für den Patienten die Anerkennung und Bestätigung durch den Therapeuten war (n=70). Spezifische Empfehlungen zum Umgang mit dem Golfkriegssyndrom fanden die Patienten ebenfalls hilfreich (n=48). Im Gegensatz dazu gab etwa ein Drittel an, dass nichts an der Kommunikation hilfreich war (n=63). Es gab keine Unterschiede hinsichtlich des Schweregrads der Symptome, der Behinderung oder der Inanspruchnahme der Gesundheitsfürsorge zwischen den Patienten, die diese Antworten gaben. Fazit Frühere Untersuchungen haben bereits die Diskordanz zwischen Patienten und Betreuern bezüglich MUS dokumentiert. Diese Studie legt nahe, dass die meisten Patienten in der Lage sind, etwas Nützliches, was der Betreuer sagt, zu erkennen, so das Resümee der Autoren. Dazu zählen insbesondere Anerkennung und Bestätigung sowie spezifische Behandlungsempfehlungen. In einem Drittel der Fälle weisen die Untersuchungsergebnisse auf verpasste Kommunikationschancen hin. (isch) Autoren: Anastasides N et al. Korrespondenz: Lisa M McAndrew, War Related Illness and Injury Study Center, Veterans Affairs New Jersey Health Care System, 385 Tremont Avenue, East Orange, NJ 07018, USA Studie: Helpful ways providers can communicate about persistent medically unexplained physical symptoms Quelle: BMC Family Practice2019;20:13 (epub 16.1.2019). Web: https://doi.org/10.1186/s12875-018-0881-8