Kongressprogramm veröffentlicht: Leipziger Tierärztekongress 2026 zeigt Vielfalt der Veterinärmedizin3. September 2025 Fotos: © Sigrun Grombacher Tierärztliche Fortbildung ohne Grenzen: Mit 500 Vorträgen und Symposien spannt das Programm des 13. Leipziger Tierärztekongresses den Bogen über alle Fachbereiche der Veterinärmedizin. Die Veranstaltung richtet sich gleichermaßen an praktizierende Tierärztinnen und Tierärzte, an Kolleginnen und Kollegen aus Forschung, Lehre, Industrie und öffentlichem Dienst sowie an Tiermedizinische Fachangestellte und Studierende. Über den Tellerrand blickend – in Richtung Zukunft „Es ist einmalig, so viele nationale und internationale Kolleginnen und Kollegen an einem Ort zu versammeln und die veterinärmedizinische Kompetenz zu bündeln“, betont Prof. Dr. Uwe Truyen, Kongresspräsident des Leipziger Tierärztekongresses. „An der Programmgestaltung wirken zahlreiche Wissenschaftler und Praktiker mit. Das Ergebnis ist ein erstklassiges Fortbildungsangebot, das die Vielfalt unseres Berufes widerspiegelt und den Blick über das eigene Fachgebiet hinaus öffnet.“ Insgesamt umfasst das Kongressprogramm 20 Themenbereiche. Die Themenvielfalt reicht von Anatomie, Arzneimittel und Arzneimittelrecht, Bienen, Berufsperspektiven, Ethik, Fische, Geschichte der Veterinärmedizin, Heimtiere, Hund/Katze, Nutzgeflügel, Pferd, Praxismanagement, Perspektiven der tiermedizinischen Lehre, Schwein, Tiermedizinische Fachangestellte, Toxikologie, Versuchstiere, VPH – Lebensmittelsicherheit, Tierseuchen, Zoonosen und Tierschutz, Wiederkäuer bis hin zu Zoo- und Wildtieren. Neu im Programm: AfT-Symposium „Patient Pferd“ & Xenotransplantate vom Schwein Ein Novum ist das AfT-Symposium „Patient Pferd“ am 15. Januar. In drei Blöcken widmen sich Expertinnen und Experten der Diagnostik fieberhafter Patienten, infektiösen Erkrankungen des Atmungs- und Nervensystems sowie der Krankheitsprävention. Dabei geht es unter anderem um die Schritte von der klinischen Untersuchung über die Labordiagnostik bis zum Hygienemanagement im Bestand, um Atemwegserkrankungen mit besonderem Fokus auf das Equine Herpes-Virus sowie um Impfempfehlungen und die Bedeutung der Impfung für die Gesundheit der Pferdepopulation. Ebenfalls neu ist die Session „Xenotransplantate vom Schwein“. Zehn Vorträge diskutieren den aktuellen Stand der Transplantation xenogener Organe wie Herz und Niere in nicht humane Primaten (NHP) und beim Menschen, immunologische Grundlagen, Virussicherheit sowie ethische Fragestellungen auf dem Weg in die klinische Anwendung. Praxismanagement im Fokus Auch bewährte Formate führen ihre Erfolgsgeschichte fort – so etwa der Vortragsstrang „Praxismanagement“, der in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Tiermedizinisches Praxismanagement e.V. (TPM) gestaltet wird. In den vier Sessions „Change-Management“, „Fehlerkultur“, „Jenseits des Gewohnten“ und „Herausforderungen“ geht es um Organisation, Teamführung und Arbeitskultur. Beispiele sind Vorträge wie „Fehlerkultur in der Tiermedizin: Eine Chance zum Wachstum für das ganze Team“ oder „Zwischen Ego und Teamspirit: Gesunde Führungskultur als Motor für Erfolg“. International vernetzt: 13th ICERM als Highlight Ein internationales Highlight bleibt die 13th International Conference on Equine Reproductive Medicine (ICERM), die am 17. Januar 2026 im Rahmen des Kongresses stattfindet. 19 Vorträge namhafter Expertinnen und Experten aus Europa und den USA widmen sich den Themenbereichen Hengst, Samenaufbereitung und Besamung, assistierte Reproduktionsbiotechnologien sowie der nicht trächtigen und der peripartalen Stute. ATF-Anerkennung Für die Kongressteilnahme können bis zu 24 ATF-Stunden angerechnet werden, die auch in Österreich und der Schweiz durch die Österreichische Tierärztekammer und die Gesellschaft Schweizer Tierarztinnen und Tierarzte (GST) anerkannt werden.
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