Kontrastverstärktes, diffusionsgewichtetes MRT ermöglicht die Unterscheidung CK-19 positiver von negativen Hepatozellulären Karzinomen7. August 2018 Foto: © hywards – Fotolia.com Koreanische Wissenschaftler beschäftigten sich in ihrer kürzlich im „Radiology“ veröffentlichten Studie mit den präoperativen Magnetresonanztomographie (MRT)-Untersuchungsergebnissen, anhand derer Zytokeratin 19 (CK19)-positive Hepatozelluläre Karzinome (HCCs) von negativen zu unterscheiden seien. Außerdem bestimmten sie die Prognose von Patienten mit einer CK19-positiven HCC Läsion im Vergleich zu Patienten mit CK19-negativem HCC nach kurativer Resektion. Laut der Experten könne bei Gadolinium-kontrastverstärkten und diffusionsgewichteten MRTs ein unregelmäßiger Tumorrand, eine arterielle Randverstärkung, eine geringe Tumor-Leber-Diffusionskoeffizient-Ratio und eine geringe Tumor-Leber-Signalintensität-Ratio in der hepatobiliären Phase auf ein CK19-positives HCC hinweisen, das nach kurativer Resektion frühzeitig rezidiviere (<2 Jahre). Für die retrospektive Studie wurden 204 Patienten mit CK19-negativem und 38 mit CK19-positivem HCC untersucht. Diese hatten eine kontrastverstärkte und diffusionsgewichtete MRT, als auch kurative Resektion des HCC hinter sich. Als unabhängig signifikante Faktoren zur Vorhersage eines CK19-positiven HCCs zeigten sich in der kontrastverstärkten, diffusionsgewichteten MRT ein unregelmäßiger Tumorrand (p=0,024), eine arterielle Randverstärkung (p<0,001), eine geringe Tumor-Leber-Signalintensität-Ratio in der hepatobiliären Phase (≤ 0,522; p=0,01) und eine geringe Tumor-Leber-Diffusionkoeffizient-Ratio (≤ 0,820; p<0,001). Bei Kombination von 3 der 4 Kriterien wurden 63,2% (24 von 38; 95%-Konfidenzintervall [KI] 46%, 78%) CK19-positive HCCs mit einer Spezifität von 90,7% (185 von 204; 95%-KI 46%, 78,2%) identifiziert. Bei Erfüllung aller 4 Kriterien betrug die Spezifität 99,5% (203 von 204; 95%-KI 97%, 100%). Nach kurativer Resektion waren die rezidivfreien Überlebensraten bei Patienten mit CK19-positiven HCCs signifikant geringer, im Vergleich zu denen mit CK19-negativen HCCs (63,9% vs. 90,0% nach einem Jahr, 63,9% vs. 79,9% nach 2 Jahren und 54,8% vs. 70,2% nach 3 Jahren; p=0,001). Autoren: Choi SY et al. Korrespondenz: Seong Hyun Kim; [email protected] Studie: Imaging Features of Gadoxetic Acid-enhanced and Diffusion-weighted MR Imaging for Identifying Cytokeratin 19-positive Hepatocellular Carcinoma: A Retrospective Observational Study Quelle: Radiology 2018 Mar;286(3):897-908. Web:http://dx.doi.org/10.1148/radiol.2017162846
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