Kosten-Effektivitäts-Verhältnis: Nichtinvasives Monitoring und Treat-to-Target-Ansatz bei leichter bis mittelschwerer Colitis ulcerosa25. November 2022 MAILAND (Biermann) Mit dem Kosten-Effektivitäts-Verhältnis einer „Treat-to-Target“-Strategie (T2T) für Patienten mit leichter bis mittelschwerer Colitis ulcerosa basierend auf der Normalisierung klinischer Symptome und fäkalem Calprotectin (FC) hat sich jüngst eine Arbeitsgruppe aus Italien beschäftigt. Die Forschenden verglichen einen solchen Ansatz (T2T-FC) zur Ermittlung des Therapieansprechens und einer möglichen Eskalation hin zur nächsten Behandlungsstufe mit einer Referenzstrategie, die lediglich auf den Symptomen basierte. Das Modell umfasste fünf Behandlungslinien und wurde aus Sicht des italienischen nationalen Gesundheitsdienstes (NHS) mit einem Zeithorizont von 3 Jahren untersucht. Berechnet wurde dabei das inkrementelle Kosten-Nutzen-Verhältnis in Euro pro vermiedenem Krankheitsschub. Die Forschenden führten deterministische und probabilistische Sensitivitätsanalysen durch. Die Kosten-Effektivitäts-Analyse ergab eine längere Zeit, die ein Patient in klinischer Remission und auf einem FC-Niveau ≤100-Niveau verbrachte (+0,177 Jahre; ca. 2 Monate) sowie eine abnehmende Anzahl von Rezidiven (-0,1937; -20,9%) pro Patient unter Verwendung des T2T-FC-Ansatzes im Vergleich zur ausschließlichen Bewertung von Symptomen. Allerdings der T2T-FC mit höheren Kosten verbunden (+1795 Euro). Die Schätzung für das inkrementelle Kosten-Effektivitäts-Verhältnis lag bei 9263 Euro pro vermiedenem Rezidiv. Diese Ergebnisse wurden durch Sensitivitätsanalysen bestätigt. (ac) Autoren: Cortesi PA et al. Korrespondenz: Silvio Danese; [email protected] Studie: Non-invasive monitoring and treat-to-target approach are cost-effective in patients with mild-moderate ulcerative colitis Quelle: Aliment Pharmacol Ther 25.11.2022. doi: 10.1111/apt.17261