Krankenhausentlassung: Erhöhte Mortalität mit Insulinverordnung23. Oktober 2017 Symbolbild: © shiryu01- fotolia.com Diabetes-Patienten mit akutem Herzinfarkt, die mit einer Insulinverordnung aus dem Krankenhaus entlassen werden, haben eine erhöhte Gesamtmortalität, wie eine Studie zeigt. Von 1221 diabetischen Patienten, die lebend aus dem Krankenhaus entlassen wurden, hatten 38 % bei Entlassung eine Insulinverordnung. Faktoren, die unabhängig mit einer Insulinverordnung bei Entlassung assoziiert waren, waren weibliches Geschlecht, Hospitalisierung in einem öffentlichen Krankenhaus, Diabetesdauer, HbA1c-Wert, Rauchen, periphere Arterienerkrankung, koronare Herzkrankheit in der Vorgeschichte und die Killip-Klasse. Nach Adjustierung war eine Insulinverordnung bei Entlassung unabhängig mit der Gesamtmortalität nach 5 Jahren verbunden (aHR 1,72 [95 %-KI 1,42–2,09]; p<0,001). Die Autoren berichten, dass Insulin vorzugsweise bei hinsichtlich Diabetes und kardiovaskulärem Risiko schwer betroffenen Patienten verschrieben wurde. Doch eine Insulinverordnung bei Entlassung war auch nach eingehender Adjustierung um Störfaktoren mit einer erhöhte Gesamtmortalität assoziiert. Diese Ergebnisse deuteten auf mögliche intrinsisch schädliche Effekte von Insulin bei Hochrisikopatienten nach Herzinfarkt hin, schlussfolgern die Autoren. Autoren: Bataille V et al. Korrespondenz: Klinik für Kardiologie B, Universitätsklinikum Toulouse-Rangueil Medizinische Fakultät der Universität Toulouse, Toulouse, Frankreich Studie: Increased mortality risk in diabetic patients discharged from hospital with insulin therapy after an acute myocardial infarction: Data from the FAST-MI 2005 registry Quelle: Eur Heart J Acute Cardiovasc Care 2017 Jul 1. Web: journals.sagepub.com/home/acc