Laparoskopische Nephrektomie bei der Lebendspende: Erhöhtes Risiko für nachfolgende Hodenoperation14. November 2025 Foto: © burdun/stock.adobe.com Bei männlichen Lebendnierenspendern ist die laparoskopische Nephrektomie mit einem höheren Risiko für eine nachfolgende Hodenoperation verbunden. Darüber berichten Forscher der Western University (Kanada). Eine mögliche Langzeitkomplikation der Lebendnierenspende bei männlichen Spendern ist eine Hodenschwellung auf der Seite der Nephrektomie. Manche Betroffene unterziehen sich einer Operation, um die Beschwerden durch die Flüssigkeitsansammlung zu lindern. Das langfristige Risiko für diese Komplikation im Zusammenhang mit der Spende ist unbekannt, berichten die Forscher um den Erstautoren Amit X. Garg. Daten von 2002 bis 2024 Ziel der populationsbasierten Kohortenstudie (2002 bis 2024), die von Kyla L. Naylor geleitet wurde, war daher die Bewertung der langfristigen Häufigkeit von Hodenoperationen nach laparoskopischer Nephrektomie bei männlichen Lebendnierenspendern im Vergleich zu Nichtspendern. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Annals of Internal Medicine“ veröffentlicht. Die Forscher verwendeten administrative Gesundheitsdatenbanken aus Ontario (Kanada). Zu den Teilnehmern zählten 898 männliche Lebendnierenspender, die sich einer laparoskopischen Nephrektomie unterzogen hatten. Sie wurden im Verhältnis 1:10 mit 8980 männlichen Nichtspendern aus der Allgemeinbevölkerung gematcht. Die Matching-Kriterien waren Alter, Datum des Kohorteneintritts, Wohnort (ländlich/städtisch), Einkommen, vorangegangene Vasektomie und vorangegangene Leistenbruchoperation. Die Teilnehmer wurden im Median neun Jahre, maximal 22 Jahre lang nachbeobachtet. Der primäre Endpunkt war die stationäre Aufnahme zur operativen Behandlung einer einseitigen Flüssigkeitsansammlung im Hodensack. Kausalmechanismus unbekannt Das mediane Alter der Spender und der entsprechenden Nichtspender betrug 45 Jahre. Die Rate an Hodenoperationen war bei Spendern höher als bei Nichtspendern (70 von 898 Spendern [7,8 %] gegenüber 19 von 8980 Nichtspendern [0,2 %]; 8,3 gegenüber 0,2 Ereignisse pro 1000 Personenjahre). Die mediane Zeitspanne von der Organspende bis zur Hodenoperation betrug 5,2 Jahre. Über 90 Prozent der Operationen waren Hydrozelen-Entfernungen und wurden in Vollnarkose durchgeführt. Über einen Zeitraum von 20 Jahren lag die kumulative Inzidenz bei 13,8 Prozent bei Spendern gegenüber 0,7 Prozent bei Nichtspendern. Als eine Einschränkung der Studienergebnisse nennen die Autoren, dass der genaue Kausalmechanismus weiterhin unbekannt ist. (ri/BIERMANN) Lesen Sie auch: Häufig Hodenschmerzen nach laparoskopischer Spendernephrektomie
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