Lauterbach hält an Klinik-Atlas fest27. Juni 2024 Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach (Foto: BMG/Thomas Ecke) Ein Portal des Bundes soll Patienten bei der Suche nach Krankenhäusern helfen. Die Kritik am Klinik-Atlas reißt nicht ab – Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach (SPD) betont nun den Nutzen. Lauterbach hat den nach viel Kritik überarbeiteten Klinik-Atlas verteidigt. Ein Vorteil der neuen Website ist dem Minister zufolge, dass Spezialisierungen der Kliniken ersichtlich sind. Die neue, abgespeckte Version des staatlichen Portals sei jetzt „einfach aufgebaut“, sagte der SPD-Politiker am 27.06.2024 im ZDF-„Morgenmagazin“. Mit wenigen Klicks seien je nach Krankheit Informationen zu Kliniken und deren Erfahrung damit abrufbar. „Demnächst werden wir auch noch die Komplikationsraten sehen. Aber es ist jetzt schon sehr interessant“, betonte er. Das Mitte Mai gestartete Portal unterscheidet auf seiner Startseite Behandlungen in den Bereichen Herz, Lunge, Krebs, Knochen und Gelenke, Neurologie, Gynäkologie und Geburt sowie Gefäße. Der Klinik-Atlas informiert über Leistungen und Behandlungsqualität von rund 1700 Krankenhäusern. Nach massiver Kritik an teils veralteten und fehlerhaften Daten hatte das Portal vergangene Woche ein Update erhalten. Interessierte können jetzt die jeweilige Behandlungserfahrung bei vorerst 20 wichtigen Eingriffskomplexen abfragen, nachdem es ursprünglich detailliertere Angaben zu 23.000 einzelnen Eingriffsarten waren. „Wir sind mit einer sehr komplizierten Möglichkeit an den Start gegangen“, räumte Lauterbach ein. Der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Tino Sorge, bescheinigte dem umstrittenen Portal einen „Fehlstart“. Die Ampel-Regierung gebe das mittlerweile selbst zu, sagte er der „Augsburger Allgemeinen“ (27.06.2024). „Die verbliebene Schmalspurversion des Atlas als umfassendes Update zu verkaufen, grenzt an vorsätzliche Täuschung“, sagte der CDU-Politiker. Zuvor hatte auch die Deutsche Stiftung Patientenschutz die neue Version des Portals kritisiert. Damit Lauterbach seine groß angepriesene Transparenzoffensive nicht in Banalität abstürzen lasse, müsse das Projekt abgeschaltet werden, hatte Vorstand Eugen Brysch in der vorausgegangenen Woche gesagt. (dpa/ms)
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