BFAV: Lauterbachs Pläne führen zu langen Wartezeiten, Leistungskürzungen und Praxisschließungen12. Juli 2022 Symbolbild.©Racle Fotodesign-stco.adobe.com Mit dem geplanten GKV-Finanzierungsgesetz verliert Prof. Karl Lauterbach nicht nur unwiderruflich das Vertrauen der Ärzteschaft, sondern strapaziert zugleich die Patienten, kritisiert der Bayerische Facharztverband (BFAV). “Mit diesem Rundumschlag im GKV-Finanzierungsgesetz verliert Gesundheitsminister Karl Lauterbach endgültig das Vertrauen der Ärzte und belastet gleichzeitig die Patienten”, so sieht Dr. Wolfgang Bärtl, Vorstand des BFAV, die Gesundheitsversorgung in Deutschland auf dem “Highway zur Bürgerversicherung”. Leistungen würden gekürzt, Wartezeiten länger. Das Reformwerk entpuppe sich als “rückwärtsgewandte Mogelpackung” zum Schaden aller Beteiligten. Dass zu alledem die Bürger auch noch mit höheren Krankenkassen-Beiträgen belastet würden, zeige auf “sarkastische Weise den drängenden Reformbedarf unserer kranken Gesundheitsbürokratie. Diese einseitige Rolle rückwärts von Herrn Lauterbach können wir im Interesse unserer Patienten und Mitarbeiter so nicht akzeptieren,” betont Bärtl, der sich um den Erhalt der Gesundheitsversorgung gerade in strukturschwachen Gebieten Sorgen macht. Er erwartet, dass seine Kollegen zusätzlich aufgebaute Strukturen und die ausgeweiteten Sprechstunden individuell notwendig reduzieren müssen. Bei einer Inflation von knapp neun Prozent, einer überdurchschnittlichen Steigerung der Personal-, und IT- Kosten ohne entsprechende Anpassung des EBM, geschweige denn der Gebührenordnung für Ärzte seien viele Facharztpraxen “an einem Punkt angelangt, an dem jeder weitere Honorarentzug, wie von Lauterbach geplant, nur mit einer Verknappung der Leistungen und damit längeren Wartezeiten oder dem endgültigen Verlassen des GKV-Systems quittiert werden wird. Beides sind für den BFAV sehr bedauerliche Szenarien die ausschließlich von der Politik zu verantworten sind,” warnt Bärtl eindringlich vor den “unumkehrbaren Konsequenzen.”
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