Leistung des PREVENT-Risiko-Scores: Für kardiovaskuläre Erkrankungen bei allen Ethnien gleich zuverlässig5. November 2025 Foto: © Noordeen/stock.adobe.com Anhand der „Predicting Risk of Cardiovascular Events“(PREVENT)-Gleichungen − entwickelt von der American Heart Association − lassen sich Schätzungen des kardiovaskulären Risikos für die Allgemeinbevölkerung erstellen. Sie wurden jedoch bisher nicht in multiethnischen Populationen validiert. In einer aktuellen Studie aus den USA bewerteten die Wissenschaftler anhand einer großen, landesweiten multiethnischen Stichprobe von US-Veteranen die Anwendbarkeit von PREVENT zur Vorhersage. Gesamtrisiko für verschiedene Kategorien kardiovaskulärer Erkrankungen Ermittelt wurde das Gesamtrisiko für kardiovaskuläre Erkrankungen (CVD: tödlicher und nicht tödlicher Myokardinfarkt, Schlaganfall oder Herzinsuffizienz; PREVENT-CVD), für atherosklerotische kardiovaskuläre Erkrankungen (ASCVD: tödlicher und nicht tödlicher Myokardinfarkt oder Schlaganfall; PREVENT-ASCVD) sowie Herzinsuffizienz. Die Ergebnisse zeigen, dass die PREVENT-Gleichungen das Risiko zuverlässig schätzen können. Zwischen den verschiedenen untersuchten ethnischen Gruppen trat eine geringe Variabilität auf. Die PREVENT-Gleichungen zeigten eine bessere Vorhersageleistung für ASCVD als der vorherige Risikovorhersage-Score, die „Pooled Cohort Equations“ (PCEs). PREVENT-Gleichung etwas besser als Zufall Die Forschenden verglichen die Diskriminierungs- und Kalibrierungsleistung der ASCVD-Vorhersage mit PREVENT-ASCVD mit dem von PCE. Unter 2.500.291 Veteranen im Alter von 30–79 Jahren (93,9 % Männer) traten während einer medianen Nachbeobachtungszeit von 5,8 Jahren (Interquartilsabstand [IQR] 3,1–8,3) 407.342 CVD-Ereignisse auf. Der Concordance-Index (C-Index) für PREVENT-CVD betrug 0,65 (95 %-KI 0,65–0,65) in der Gesamtstichprobe und war in den verschiedenen ethnischen Gruppen ähnlich: asiatisch oder pazifische Insulaner 0,70 (95 %-KI 0,69–0,71); hispanisch 0,70 (95 %-KI 0,69–0,70); nicht hispanische Schwarze 0,68 (95 %-KI 0,68–0,69); nicht hispanische Weiße 0,65 (95 %-KI 0,64–0,65). Die PREVENT-Gleichungen konnte das Risiko also etwas besser als der Zufall vorhersagen. Die C-Indizes für PREVENT-ASCVD waren ähnlich wie für die PCEs und reichten von 0,61–0,63. Die Kalibrierungssteigungen für PREVENT-CVD und -ASCVD in der Gesamtstichprobe betrugen 1,09 bzw. 1,15 (Standardfehler jeweils=0,04). Beide unterschätzten das Risiko daher leicht. Im Gegensatz dazu zeigten die PCEs eine deutliche Überschätzung des ASCVD-Risikos mit einer Steigung von 0,51 (Standardfehler=0,06). Die Kalibrierungssteigungen von PREVENT und PCEs waren in allen ethnischen Gruppen vergleichbar, die Variabilität in den Gruppen war demnach also gering. (hsp/BIERMANN)
Mehr erfahren zu: "US-Studie: Herz-Medikament könnte Reparatur und Regeneration von Nierengewebe fördern" Weiterlesen nach Anmeldung US-Studie: Herz-Medikament könnte Reparatur und Regeneration von Nierengewebe fördern Ein Medikament, das ursprünglich dazu dienen sollte, die Selbstheilung von Herzgewebe nach einem Herzinfarkt zu unterstützen, könnte auch die Reparatur und Regeneration von Nierengewebe fördern. Das berichten US-Forscher in einem […]
Mehr erfahren zu: "Chronische Nierenkrankheit: Frauen mit Präeklampsie haben erhöhtes Risiko" Weiterlesen nach Anmeldung Chronische Nierenkrankheit: Frauen mit Präeklampsie haben erhöhtes Risiko Frauen, die während der Schwangerschaft eine Präeklampsie entwickeln, haben ein höheres Risiko, im späteren Leben Bluthochdruck und eine chronische Nierenerkrankung zu bekommen. Das zeigt eine neue Studie der Universität Aarhus […]
Mehr erfahren zu: "Potenzial agentischer KI für das Gesundheitssystem" Potenzial agentischer KI für das Gesundheitssystem Das Gesundheitssystem steht – nicht nur durch den demografischen Wandel – vor Herausforderungen. Wie agentische KI künftig helfen kann, diese zu bewältigen zeigt eine Publikation der Leopoldina auf.