Leitfaden neu aufgelegt: “Barrierefrei – und jeder weiß, wo es lang geht”11. Dezember 2019 Das Cover der neu aufgelegten Broschüre “Barrierefrei – und jeder weiß, wo es lang geht”. Bildquelle: PRO RETINA Zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember hat PRO RETINA Deutschland die Broschüre „Barrierefrei – und jeder weiß, wo es lang geht“ in der 4. aktualisierten Auflage als barrierefreie Print- und Onlineausgabe wieder verfügbar gemacht. Müssen sich Menschen mit starker Sehbehinderung damit abfinden, dass Hindernisse für sie im öffentlichen Raum aufgrund fehlender Kontraste unsichtbar bleiben? Ist eine sehbehindertengerechte Gestaltung wirklich unrealistisch oder zu teuer? Nein, sagt Elke Lehning-Fricke, Leiterin der PRO RETINA-Arbeitskreises Mobilität. Das Recht Sehbehinderter auf Mobilität im Alltag werde aber heute immer noch oft mit derartigen Argumenten vom Tisch gewischt. Kontraste, so betont PRO RETINA, sind nicht nur bei Menschen mit Seheinschränkung wichtig. Gerade die Häufigkeit an Treppenunfällen zeige, dass auch normalsehende Menschen hier Vorteile haben könnten, wenn beispielsweise Stufen und Absätze kontrastreich markiert seien. „Bei richtigem Umgang mit Kontrasten ist viel mehr möglich als oft gedacht, um Sicherheit, Orientierung und Komfort im öffentlichen Raum für diese Gruppe von Menschen zu verbessern“, erläutert Lehning-Fricke. Das brauche aber einen besseren Kenntnisstand bei Entscheidungsträgern. Aufklärung könnten Selbsthilfegruppen als Partner leisten, weil sie die Bedürfnisse und Fallstricke genau kennen würden. Um Selbsthilfe-Aktive fachlich zum Thema auszubilden, habe das Bundesministerium für Gesundheit die Entwicklung die Broschüre „Barrierefrei – und jeder weiß, wo es lang geht!“ gefördert, teilt PRO RETINA mit. Die Broschüre sei seit Erscheinen mehrmals aufgelegt worden und jetzt vergriffen gewesen. Die Selbsthilfevereinigung habe sich daher entschlossen, aufgrund der Wichtigkeit des Themas und des Interesses eine erneute Nachauflage zu starten. Die Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe, Hannelore Loskill, schrieb das Vorwort. Darin betont sie: Die Broschüre „liefert Fakten und Argumentationshilfen, um in Beratungssituationen objektiv über die Belange von Menschen mit Sehbeeinträchtigungen Auskunft geben zu können“. Die Broschüre vermittelt auf wissenschaftlicher Basis Kenntnisse in den dringendsten Anwendungsbereichen von Kontrastoptimierung: bei Schildern, an Hindernissen, an Bedienelementen, an Treppen und Geländern oder bei Bodenindikatoren. Argumentationshilfen, rechtliche Grundlagen, Infos zu Nutzergruppen, ästhetische Aspekte sowie Fragen der Nachrüstung von Kontrasten und Kostenfragen ergänzen die Fachinfo für den Erstkontakt mit Entscheidungsträgern zur Gestaltung des öffentlichen Raumes. Die Autorin der Broschüre, Anuschka Hesse-Germann, ist Augenoptikerin und Diplompsychologin mit dem fachlichen Schwerpunkt Wahrnehmungs- und Verkehrspsychologie. Sie arbeitet als freie Sachverständige und ist spezialisiert auf die sehbehindertengerechte Gestaltung. Unter anderem ist sie tätig für Planungsberatung und Begutachtungen im öffentlichen Raum sowie für unabhängige Prüfung von Leuchtdichtekontrasten. Mehr Infos unter www.mobilitaet-verkehr.de. Mehr Infos und Download unter www.pro-retina.de/beratung/mobilitaet/literaturBestellungen der Printausgabe unter [email protected] oder Tel.: 0228- 227217-0 Quelle: PRO RETINA Deutschland e. V. Selbsthilfevereinigung von Menschen mit Netzhautdegenerationen
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