Leitlinie zur Stilldauer: Empfehlungen zur Beikosteinführung gelten weiter

Viele Eltern beschäftigt die Frage, wann sie mit der Einfühung von Beikost beginnen sollen. (Foto: © Julia Suhareva – stock.adobe.com)

Nach Veröffentlichung der aktuellen Leitlinie zur Stilldauer, die sechs Monate ausschließliches Stillen empfiehlt, weist die Gesellschaft Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (GPA) darauf hin, dass die Handlungsempfehlungen zur Allergieprävention davon unberührt bleiben.

Stillen habe in vielen Bereichen positive Auswirkungen auf Mutter und Kind, unter anderem auch auf die Allergieprävention, erklärte die GPA. Die neue Leitlinie „Stilldauer – Interventionen zur Stillförderung“ vom Februar 2026 empfiehlt, reifgeborene Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensmonat ausschließlich oder überwiegend zu stillen.

Die von der GPA zusammen mit der DGAKI (Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie) federführend herausgegebene Leitlinie „Allergieprävention“ empfiehlt zur Stilldauer: „Für den Zeitraum der ersten vier bis sechs Monate soll nach Möglichkeit ausschließlich gestillt werden, in Abhängigkeit von der Bereitschaft des Säuglings sollte mit der Fütterung von Beikost frühestens ab dem Beginn des fünften, spätestens ab Beginn des siebten Monats begonnen werden.“

Zwei Ansätze, ein Ziel

Der geschäftsführende Vorstand der GPA und die Sprecher der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen Allergieprävention und Nahrungsmittelallergie der GPA betonen gemeinsam, dass sich an dieser Handlungsempfehlung zur Allergieprävention und damit auch an den Empfehlungen zur Beratung der Familien nichts geändert hat.

Je nach Bereitschaft des Säuglings soll ab Beginn des fünften Monats Beikost zugefüttert werden, um eine Toleranz gegenüber Nahrungsmitteln zu erhalten bzw. zu induzieren und dabei überwiegend weiter gestillt werden. Dabei soll sich die stillende Mutter normal ernähren.

Da Stillen ebenso wie eine rechtzeitige Einführung von Beikost positive Effekte auf die
Allergieprävention habe, solle beides soll genutzt werden, um möglichst viele Kinder gesund und allergiefrei aufwachsen zu lassen, erklärte die GPA.