Leuchtturm-Projekt im Saarland: Klaus-Faber-Zentrum für Hornhauterkrankungen eröffnet

Eröffnung des Klaus-Faber-Zentrums (v. l.): District Governor des LIONS Distrikts 113 Luxemburg, Stefan Chorus; Vorstand der Klaus-Faber-Stiftung, Dr. Andreas Schmitt; Vize Governor des LIONS-Distrikts 111 Mitte/Süd, Jean-Michel Postorino; Immediate Past District Governor des LIONS-Distrikts 113 Luxemburg, Daniel Becker; Direktor der Universitäts-Augenklinik des Saarlandes, Prof. Berthold Seitz; Vorsitzender der LIONS Clubs International Foundation LCIF, Dr. Naresh Aggarwal (New Delhi, Indien), sowie die Beauftragte für Mitgliedschaften des LIONS-Distrikts 113 Luxemburg, Petra Bernd. Foto: UKS

Das neu gegründete „Klaus-Faber-Zentrum für Hornhauterkrankungen inklusive LIONS-Hornhautbank Saar-Lor-Lux, Trier/Westpfalz“ ist jetzt an der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) eröffnet worden.

Rund 150 Gäste aus dem In- und Ausland besichtigten die neuen Räumlichkeiten der hochmodernen Reinraum-Hornhautbank und des Wetlabs. Die LIONS-Hornhautbank wurde nach Angaben der Augenklinik des UKS im Jahr 2000 mit dem Ziel gegründet, die Großregion mit Spenderhornhäuten optimaler Qualität zu versorgen. Sie sei mittlerweile Teil eines Netzwerkes von Kooperationspartnern, das stetig ausgebaut werde.
Das Wachstum der LIONS-Hornhautbank und des Transplantationsstandortes Homburg zu einer Institution mit überregionaler Bedeutung, so die Augenklinik, zeige sich nicht nur in der Anzahl der entnommenen Hornhäute, die seit dem Jahr 2000 um mehr als das Vierfache angestiegen sei (von 154 auf 675 in 2018), sondern vor allem auch in dem starken Anstieg der durchgeführten Hornhauttransplantationen (Keratoplastiken) von 2005 (65) bis 2018 (542) auf das fast Neunfache.

“Doch dieser unglaubliche Zuwachs an prozessierten und transplantierten Geweben brachte auch neue Herausforderungen mit sich. Nicht nur personell musste sich die LIONS-Hornhautbank anpassen, auch die bisherigen Räumlichkeiten waren den steigenden Anforderungen des Hochleistungsbetriebes nicht mehr gewachsen”, betont der Klinikdirektor Prof. Berthold Seitz. Um die Patientenversorgung auf höchstem Niveau weiterhin zu gewährleisten und die Hornhautbank wieder zukunftsfähig zu machen, sei ein Antrag auf Förderung bei der im Saarland ansässigen „Klaus-Faber-Stiftung“ gestellt worden, der den Stiftungsvorstand habe überzeugen können, in dieses saarländische Projekt mit internationaler Bedeutung zu investieren.

“Durch die gespendete Summe in Höhe von 1,2 Millionen Euro sowie die Unterstützung der LIONS Clubs International Foundation über 100.000 US-Dollar, wurde es möglich, die früheren OP-Räume der Augenklinik in einen hochmodernen Komplex, das ‘Klaus-Faber-Zentrum für Hornhauterkrankungen inkl. LIONS-Hornhautbank Saar-Lor-Lux, Trier/Westpfalz’ zu verwandeln”, berichtet Seitz. Das Herzstück der neuen, zukunftsträchtigen Hornhautbank sei ein im Schalenprinzip angelegter Laborbereich mit höchster Reinraum-Qualität.
Neben dieser hochmodernen Reinraum-Hornhautbank stünden dort zudem drei permanente Wetlabs mit sechs OP-Mikroskopen und Instrumenten zur Verfügung. Die Ausbildung in diesen Trainings-OPs biete jungen wie auch erfahrenen Operateuren die Möglichkeit, praktische Fertigkeiten in neuen Techniken zu erlernen.

Quelle: Universitäts-Augenklinik des UKS