Lipoprotein(a) mit kardiovaskulärem Erkrankungsrisiko assoziiert21. Februar 2019 © rh2010 – fotolia.com Bei Patienten mit erhöhtem Cholesterinspiegel stehen erhöhte Level an Lipoprotein(a) (Lp[a]) vor und nach Beginn einer Statintherapie in einer unabhängigen, nahezu linearen Beziehung zum kardiovaskulären Erkrankungsrisiko, wie eine Metaanalyse individueller Patientendaten aus 7 randomisierten Studien zeigt. Die Hazard Ratios (HRs) für kardiovaskuläre Ereignisse wurden in prädefinierten Lp(a)-Subgruppen (15 bis <30 mg/dl, 30 bis <50 mg/dl und ≥50 mg/dl vs. <15 mg/dl) ermittelt, bevor alle Daten gepoolt analysiert wurden. Die Metaanalyse umfasst Daten von 29.069, im Schnitt 62 Jahre alten Patienten. Im Laufe von 95.576 Personenjahren traten 5751 kardiovaskuläre Ereignisse auf. Die Assoziationen der Lp(a)-Werte zu Studienbeginn und unter Statintherapie mit dem kardiovaskulären Erkrankungsrisiko erwiesen sich als nahezu linear, mit einem erhöhten Risiko bei Lp(a)-Werten ≥30 mg/dl zur Baseline und ≥50 mg/dl unter Statintherapie. Die jeweils um Alter und Geschlecht adjustierten HRs für die Lp(a)-Werte zur Baseline (vs. <15 mg/dl) betrugen 1,04 (95%-Konfidenzintervall [KI] 0,91–1,18) für 15 bis <30 mg/dl, 1,11 (95%-KI 1,00–1,22) für 30 bis <50 mg/dl und 1,31 (95%-KI 1,08–1,58) für ≥50 mg/dl. Die entsprechenden HRs für Lp(a) unter Statintherapie waren 0,94 (95%-KI 0,81–1,10), 1,06 (95%-KI 0,94–1,21) und 1,43 (95%-KI 1,15–1,76). Nach weiterer Adjustierung um kardiovaskuläre Vorerkrankungen, Diabetes, Rauchen, systolischen Blutdruck, LDL- und HDL-Cholesterin blieben die HRs fast identisch. Die Assoziation zwischen Lp(a) unter Statintherapie und dem kardiovaskulären Risiko war stärker als für Lp(a) unter Placebo und war außerdem in jüngeren Altersstufen ausgeprägter. Fazit Erhöhte Lp(a)-Level bei Patienten mit erhöhtem Cholesterinspiegel stehen vor und nach Beginn einer Statintherapie in einer unabhängigen, nahezu linearen Beziehung zum kardiovaskulären Erkrankungsrisiko. (nec) Autoren: Willeit P et al. Korrespondenz: Universitätsklinik für Neurologie an der Medizinischen Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich Studie: Baseline and on-statin treatment lipoprotein(a) levels for prediction of cardiovascular events: individual patient-data meta-analysis of statin outcome trials Quelle: Lancet 2018;392(10155):1311–1320. Web: www.thelancet.com/journals/lancet
Mehr erfahren zu: "Morbus Sjögren: Präzisionstherapie für Autoimmun-Erkrankung in Sicht" Morbus Sjögren: Präzisionstherapie für Autoimmun-Erkrankung in Sicht Der Entzündungs-Botenstoff Interferon-Alpha kann die Sjögren-Krankheit auslösen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Universitätsklinikums Bonn (UKB) sowie der Universitäten Bonn, Edinburgh und Newcastle.
Mehr erfahren zu: "Glaukom-Früherkennung: Tabletbasierte Multistimulus-Perimetrie zeigt hohe Genauigkeit" Weiterlesen nach Anmeldung Glaukom-Früherkennung: Tabletbasierte Multistimulus-Perimetrie zeigt hohe Genauigkeit Eine aktuelle Studie aus Japan zeigt, dass ein tabletbasiertes Perimetriegerät das Potenzial hat, die Glaukomversorgung als praktisches Screening- und ergänzendes Beurteilungsinstrument zu unterstützen.
Mehr erfahren zu: "POWG: OCT-Messung der makulären GCC-Dicke kann die Diagnose unterstützen" Weiterlesen nach Anmeldung POWG: OCT-Messung der makulären GCC-Dicke kann die Diagnose unterstützen Eine aktuelle Arbeit aus Nepal zeigt, dass die Messung der Dicke des makulären Ganglienzellkomplexes (GCC) mittels optischer Kohärenztomographie (OCT) zur Diagnose des primären Offenwinkelglaukoms (POWG) von Nutzen sein kann.