Listerien sind häufige Ursache für Lebensmittel-Rückrufe12. Februar 2026 (Symbolbild) Foto: © digicomphoto – stock.adobe.com Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat die Jahresstatistik 2025 zum Portal lebensmittelwarnung.de veröffentlicht. Bei knapp einem Drittel der Rückrufe waren Krankheitserreger, insbesondere Listerien, Grund der Meldung. 323 Rückrufe haben die Bundesländer und das BVL im Jahr 2025 auf dem gemeinsamen Portal „www.lebensmittelwarnung.de“ veröffentlicht. Bei knapp einem Drittel waren Krankheitserreger Grund der Meldung. Darunter waren mit 43 Meldungen Listerien die häufigste Ursache, gefolgt von Salmonellen (27). Beide Bakterien können schwere Erkrankungen auslösen. Listerien fühlen sich auch im Kühlschrank wohl „In den Vorjahren lagen Salmonellen in der Liste der Krankheitserreger vorn, die zu Lebensmittelrückrufen geführt haben“, sagt BVL-Präsidentin Prof. Dr. Gaby-Fleur Böl. „Seit dem Jahr 2024 stehen nun Listerien an der Spitze dieser Liste.“ Gesunde Menschen bemerken eine Infektion mit dem Bakterium Listeria monocytogenes in der Regel nicht. Bei abwehrgeschwächten Menschen, wie Älteren, Neugeborenen, chronisch Kranken, und bei Schwangeren kann sie jedoch zu schweren Krankheitsverläufen führen. Listerien können sich auch im Kühlschrank weiter vermehren. Höhere Temperaturen wie beim Kochen, Frittieren oder Grillen töten die Bakterien ab. Gründe für Lebensmittel-Rückrufe sind vielfältig Neben Krankheitserregern veranlassten unter anderem Allergene, Fremdkörper sowie gesundheitsschädliche Substanzen, Rückstände und Kontaminanten die Lebensmittelunternehmen dazu, ihre Produkte zurückzurufen. Die auf lebensmittelwarnung.de veröffentlichten Meldungen bezogen sich in 90 Prozent der Fälle auf Lebensmittel. Von diesen 291 Meldungen konnte gut ein Drittel den Produktkategorien „Obst und Gemüse“ (38), „Fleisch und Wurstwaren“ (37) sowie „Eis und Süßwaren“ (32) zugeordnet werden. Auf Bedarfsgegenstände wie Kleidung, Spielwaren oder Lebensmittelverpackungen entfielen rund 7,5 Prozent der Meldungen, während die restlichen knapp 2,5 Prozent kosmetische Mittel betrafen.Ausführliche Informationen zu den auf lebensmittelwarnung.de veröffentlichten Lebensmittel-Rückrufen sind abrufbar unter: http://lebensmittelwarnung.de/statistik Hintergrund lebensmittelwarnung.de ist die offizielle Plattform, die Verbraucherinnen und Verbraucher deutschlandweit über Rückrufe und sonstige relevante Meldungen zu Lebensmitteln, Bedarfsgegenständen, kosmetischen Mitteln und Mitteln zum Tätowieren informiert. Das Angebot steht als Webseite und App für mobile Endgeräte zur Verfügung. Die zuständigen Behörden der 16 Bundesländer und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) publizieren hier im Rahmen ihrer Zuständigkeiten Informationen zu Produkten, die möglicherweise gesundheitsgefährdend bzw. aus anderen Gründen für den Verzehr oder Gebrauch ungeeignet sind oder Verbraucherinnen und Verbraucher täuschen können.Weiterführende Informationen• Portal Lebensmittelwarnung: http://lebensmittelwarnung.de• App für Android (Google Play Store): https://play.google.com/store/apps/de-tails?id=de.bund.bvl.lmwapp• App für iOS (App Store): https://apps.apple.com/app/lebensmittelwarnung-de/id6453756233• Informationen zum Portal: http://bvl.bund.de/DE/Aufgaben/07_Lebensmittelwarnungen/LMwarnungen_node.html• Aktuelle Statistik: http://lebensmittelwarnung.de/statistik
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