Luchsmonitoring – Populationen in Nordbayern festigen sich2. Februar 2026 Die Luchspopulationen in Nordbayern festigen sich, der bayernweite Bestand ist auf dem Vorjahresniveau. Quelle: Miriam Hansbauer Neue Daten des Luchsmonitorings der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) belegen, dass sich die Tiere im nordostbayerischen Raum langsam etablieren. Der bayernweite Bestand ist auf dem Vorjahresniveau. Im Frankenwald konnte zum zweiten Mal in Folge die Reproduktion einer Luchsin bestätigt werden, auch im Fichtelgebirge und im Steinwald gab es erneut Nachwuchs. Im Monitoringjahr 2024/25 hat die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) in Bayern insgesamt 61 selbständige Luchse (älter als ein Jahr) sowie 28 Jungtiere nachgewiesen. Die Hochschule führt dieses Monitoring im Auftrag des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) https://www.lfu.bayern.de/natur/wildtiermanagement_grosse_beutegreifer/index.htm durch Ein Großteil der Tiere ist grenzüberschreitend im Dreiländereck Deutschland/Tschechien/Österreich unterwegs. 14 Weibchen hatten dieses Jahr Nachwuchs. Nach wie vor eine stark gefährdete Tierart Im Vergleich zu den Vorjahren ist der aktuelle Bestand stabil, unterliegt aber seit Jahrzehnten starken Schwankungen. Der Luchs in Bayern bleibt somit nach wie vor eine stark gefährdete Tierart. In einem aktuellen Forschungsprojekt „Populations- und Ausbreitungsdynamik des Luchses (Lynx lynx) in Bayern (PopLynx)“ https://www.hswt.de/forschung/projekt/2740-poplynx, das von 01.12.2025 – 30.11.2029 läuft und durch das LfU gefördert wird, untersucht die HSWT derzeit, wie hoch der Anteil an Individuen ist, die innerhalb von einem Jahr durch Tod oder Abwanderung verschwinden und durch Geburten oder Zuwanderung ersetzt werden. Dies lässt Rückschlüsse auf die Vitalität der Population zu. Mithilfe aus der Bevölkerung erwünscht Neben den etablierten Fotofallen in bekannten Luchsgebieten sind vor allem Hinweise aus der Bevölkerung, im besten Fall mit Belegfotos, ein wichtiges Standbein des Monitorings. „Um die Zahlen der Luchspopulation in Bayern möglichst realitätsnah abzubilden, sind wir aufgrund der Größe des Gebiets auf die Mithilfe aus der Bevölkerung angewiesen“, so Prof. Volker Zahner https://www.hswt.de/volker-zahner, der verantwortliche Leiter des Luchs-Projekts an der HSWT. Vor allem Jäger können hier einen wertvollen Beitrag leisten, indem sie Fotofallen-Bilder aus ihren Revieren teilen. Die HSWT und das LfU setzen hierbei auf eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Jägerschaft und der örtlichen Bevölkerung und stehen für Rückfragen zur Verfügung.Um die Entwicklung der Luchse möglichst gut nachvollziehen zu können, wird darum gebeten, die Luchshinweise und Fotofallenbilder direkt an die HSWT ([email protected]) oder alternativ an die Fachstelle Große Beutegreifer des LfU (Tel. 09281 1800-4640, tägl. 10 – 16 Uhr, [email protected]) zu schicken.
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