Mainz: Virologe Bartenschlager für Verdienste auf dem Gebiet der Hepatitis C geehrt4. Februar 2022 Prof. Ralf Bartenschlager. (Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg) Prof. Ralf Bartenschlager ist am 3. Februar mit der Ehrendoktorwürde der Universitätsmedizin Mainz ausgezeichnet worden. Die Forschungsleistung von Bartenschlager, Direktor der Abteilung für Molekulare Virologie am Zentrum für Infektiologie des Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) und ehemaliger Inhaber des Lehrstuhls für Molekulare Virologie an der Universitätsmedizin Mainz, bezeichnete Prof. Ulrich Förstermann, der Wissenschaftliche Vorstand und Dekan der Universitätsmedizin Mainz, als eine der „bedeutendsten Entwicklungen der Medizin der vergangenen Dekaden”. Förstermann: „Seine Arbeiten revolutionierten die Behandlung von Hepatitis C. Aus einer langwierigen, nur partiell erfolgreichen und nebenwirkungsreichen Therapie wurde eine kurzzeitige, bei nahezu allen Patientinnen und Patienten wirksame und sehr gut verträgliche Behandlung. Eine regelhafte chronische Erkrankung wurde heilbar und die Elimination des Hepatitis C Virus ein erreichbares Ziel”, sagte Förstermann. Im Zentrum von Bartenschlagers Forschungsaktivitäten stehen medizinisch relevante RNA-Viren, insbesondere das Hepatitis-C-Virus und das Dengue-Virus. Bartenschlager leistete hier wichtige Beiträge zur Erforschung der Lebenszyklen der beiden Erreger. Dabei gelang es ihm als erster Hepatitis-C-Viren im Labor zu vermehren. Dadurch wurde es möglich hochwirksame Medikamente zu entwickeln mit welchen man diese chronische Virusinfektion bei fast allen Infizierten heilen kann. Er legte somit die Grundlagen für die Ausheilung von Hepatitis C. Ebenso erhielt der ehemalige Direktor der III. Medizinischen Klinik und Mitgründer von BioNTech, Prof. Christoph Huber die Ehrendoktorwürde. Die BioNTech-Gründer Prof. Özlem Türeci und Prof. Uğur Şahin wurden mit dem Ehrenring der Universitätsmedizin Mainz geehrt. „Alle vier haben als herausragende Wissenschaftler gezeigt, dass der Weg von der Grundlagenforschung bis zur praktischen Anwendung nicht zwangsläufig viele Jahrzehnte dauern muss. Damit haben sie der Wissenschaft von außen Anerkennung und nach innen Motivation gegeben”, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.
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