Malignes Melanom: Inzidenz bei Kindern und Jugendlichen

Hautkrebs
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Melanome treten beim Menschen in den ersten zwei Lebensjahrzehnten selten auf. Um die Inzidenz und das relative Überleben von Kindern und Jugendlichen zu evaluieren, untersuchten sie Kinder (0-11 Jahre) und Jugendliche (12-19 Jahre) separat.

Für die Studie sammelten die Autoren sämtliche Daten von 0- bis 19-jährigen Patienten mit invasivem kutanem Melanom, die zwischen 1989 und 2013 im Netherlands Cancer Registry (NCR) aufgenommen wurden. Die Inzidenz-Trends wurden mittels Joinpoint-Regression ermittelt und eine Analyse des relativen Überlebens durchgeführt.

Das Durchschnittsalter der Probanden betrug zum Zeitpunkt der Diagnose 17 Jahre; das Verhältnis vom weiblich zu männlich betrug 1,7:1. Statistisch signifikante Inzidenztrends wurden in der älteren Gruppe gefunden: Seit 1991 kam es zu einem Anstieg (jährliche prozentuale Veränderung 3,2 %), gefolgt von einem Abstieg zwischen 2005 und 2013 (jährliche prozentuale Veränderung -4,9 %). Für das Auftreten von Melanomen bei Kindern konnte kein solcher Inzidenz-Trend beobachtet werden (jährliche prozentuale Veränderung 0,3 %). Das relative Überleben betrug 1, 5 und 10 Jahre nach Diagnose 98 %, 94 % und 90 %.

Die Überlebensrate verschlechterte sich bei männlichem Geschlecht und Zunahme der Breslow-Dicke. Im Vergleich zu Melanomen bei Kindern gab es im letzten Jahrzehnt unter Jugendlichen einen ansteigenden Inzidenz-Trend zu beobachten.

Fazit
In der Gruppe der Jugendlichen von 12-19 Jahren nahm die Inzidenz des Melanoms seit 1991 zunächst zu und von 2005 bis 2013 wieder ab. Bei Kindern bis 11 Jahre konnte kein solcher Inzidenz-Trend beobachtet werden.

Autor: Eggen et al.
Korrespondenz: Department of Dermatology, Erasmus MC Cancer Institute, Rotterdam, The Netherlands
Studie: Incidence and relative survival of melanoma in children and adolescents in the Netherlands, 1989-2013
Quelle: J Eur Acad Dermatol Venereol. 2018 Jun;32(6):956-961.
Web: dx.doi.org/10.1111/jdv.14665